Themenbild: Illustration zu den Themen Schule / Sommerschule / Schulbeginn / Unterrichtsstart. Im Bild: Ein Übungsheft mit Maske (Volksschule) aufgenommen am Montag, 24. August 2020, in der Sommerschule in Purkersdorf.
Apa / Helmut Fohringer
Apa / Helmut Fohringer
Chronik

70 positive Coronavirus-Fälle an Schulen

In der ersten Schulwoche hat es bisher 70 positive Cornonavirus-Fälle in Wiener Schulen gegeben. Der Großteil dieser Infektionen betrifft Schülerinnen und Schüler.

Unter den Betroffenen sind 55 Schülerinnen und Schüler, sechs Lehrerinnen und Lehrer sowie neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verwaltungsbereich, hieß es am Montag aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).

Wie viele Standorte betroffen sind bzw. wie viele Personen dadurch in Quarantäne mussten, dazu gab es keine Zahl. In Sachen Absonderung sei das Contact Tracing zum Teil noch am Laufen, hieß es. Es handle sich aber größtenteils um Einzelfälle. Das lasse den Rückschluss zu, dass die Infektionen nicht in den Schulen selbst, sondern im Familienbereich bzw. bei Reiserückkehrern stattgefunden habe, so die Information aus dem Hacker-Büro.

Bildungsministerium: „Hohe Nervosität“

Aus dem Bildungsministerium war zunächst eine Zahl von rund 40 bestätigten Coronavirus-Infektionen unter den 456.000 Schülern, die in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland seit einer Woche wieder im Unterricht sind, genannt worden. Bisher hat sich noch kein einziger Schulcluster herausgestellt, so der Generalsekretär des Bildungsministeriums, Martin Netzer, im ORF-Mittagsjournal.

Es gebe eine „hohe Nervosität im System, aber nicht jeder Schnupfen, jeder Huster, ist ein Covid-Verdachtsfall“, so Netzer, der betonte, dass bei einem reinen Verdachtsfalls niemand heimgeschickt werden müsse. Aus dem Westen und Süden, wo heute, Montag, für 621.000 Kinder und Jugendliche wieder die Schule begonnen hat, seien derzeit noch keine Fälle bekannt.

Quarantäne auch bei negativem Test

Bei einem positiven Test eines Schülers muss meist die ganze Klasse in Quarantäne, da die Klassenkollegen als „Kontaktperson 1“ gelten. Diese werden dann zuhause getestet, müssen aber auch bei einem negativen Ergebnis zehn Tage in Quarantäne bleiben, sagte Andreas Huber, Sprecher des Krisenstabs der Stadt Wien, im Mittagsjournal. Eltern von negativ getesteten Kindern und Jugendlichen können sich normal bewegen und arbeiten gehen, erst wenn ihr Kind positiv getestet wird, gelten auch für sie die Quarantäneregeln.

Für die Quarantänezeit sollten die Schulen Unterricht anbieten. „Wir gehen hier aber von Einzelmaßnahmen mit sehr kurzem Ablaufdatum aus, binnen 14 Tagen sind die Schüler wieder an der Schule“, so Netzer.