Adventkranz
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Wirtschaft

Floristen wollen Adventkranzgeschäft retten

Mit der Zustellung von Blumen und Kränzen versuchen Wiens Floristen den Schaden durch den Corona-Lockdown so gering wie möglich zu halten. Der Zeitpunkt des Lockdowns wiegt doppelt, denn das Geschäft mit Adventkränzen zählt zu den ertragreichsten im Jahr.

Als wäre der Lockdown alleine nicht schon schwer genug zu verkraften, müssen sich die rund 150 Wiener Floristen auch noch einem scheinbar übermächtigen Gegner stellen. Die Supermärkte bleiben ja geöffnet und sie haben ebenfalls Adventkränze in ihrem Sortiment. Den Innungsmeister der Floristen, Herbert Eipeldauer, ärgert das sehr: „Das ist etwas, was fast ein No-Go ist, weil ich kann sehr wohl meine Lebensmittel verkaufen, das ist schon richtig. Aber dem ursprünglichen Gedanken, dass es eine Teilung gibt im Gewerbe, dass die des verkaufen dürfen, das ist ganz schlecht.“

Die Gärtner und Floristen betonen, dass sie trotz Lockdowns Bestellungen per Telefon oder E-Mail entgegennehmen. Die Ware werde dann kontaktlos zugestellt. Sie betonen, dass auch individuelle Wünsche erfüllt würden und ihre Kränze handgefertigt seien. Laut einer Information der Erzdiözese Wien können all jene, die ihren Adventkranz lieber selbst binden wollen, sich auch Selbstbausets von den Floristen liefern lassen.

Umsatzrückgang bis zu 80 Prozent

Viele Möglichkeiten bleiben den Floristen im Corona-Jahr 2020 nicht, um Geschäfte zu machen. Es finden kaum Veranstaltungen statt, es gibt keine Hochzeitsfeiern, keine Bälle und der Verkauf von Adventkränzen bricht weg. Die Floristen kämpfen mit Umsatzrückgängen von bis zu 80 Prozent. Das Angebot, während des Lockdowns Blumen ins Haus zu liefern und der teilweise Umsatzersatz durch den Bund sollen helfen, dennoch über die Runden zu kommen.