Im ehemaligen Orthopädischen Spital Gersthof in Währing wird künftig eine Schule sein
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Bildung

Schule kommt ins Krankenhaus

Hefte statt Hüften wird es künftig im ehemaligen Orthopädischen Spital Gersthof in Währing heißen. Wohnungspläne sind vom Tisch, das einstige Spital soll ab 2022 als Schule genützt werden. Ab nächstem Jahr soll umgebaut werden.

Bis Mai vergangenen Jahres ist das Spital in der Wielemansgasse in Betrieb gewesen. Mittlerweile ist es leer geräumt. Einzig die herunterhängenden Operationsleuchten erinnern jetzt noch an das Spital. Aus den Operationssälen sollen Klassenzimmer werden. Das Gymnasium Klostergasse übersiedelt in das Gebäude, sagte Währings Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne), solange ihre Schule saniert wird und sobald der Umbau des Spitalsgebäude abgeschlossen ist. Der Start für den Umbau soll nächstes Jahr sein. Die Höhe der Umbaukosten steht noch nicht fest, so die Information der Bundesimmobiliengesellschaft.

Unklar ist auch noch, welche Schülerinnen und Schüler hier dann langfristig die Schulbank drücken werden. Für die Bundesimmobiliengesellschaft sei es ein Anliegen, die Substanz zu erhalten und wieder der Bildung zuzuführen, betonte Geschäftsführer Wolfgang Gleissner: „Gerade in Wien ist jetzt sehr viel notwendig durch den Zuzug, durch die Bevölkerungsentwicklung.“

Orthopädisches Spital Gersthof wird Schule

Nach der Schließung des Orthopädischen Spitals Gersthof ist jetzt klar, was mit dem Gebäude passieren soll: es wird zu einer Schule.

Bezirk froh über weitere Schule

Der Bezirk lässt keinen Zweifel daran, dass das Gebäude und das 16.000 Quadratmeter große Areal rundherum in öffentlicher Hand bleiben müsse. Es mangle ohnehin an Schulen, so Nossek. Geplant sei, dass im Sommer 2022 das Gymnasium Klostergasse das Spital als Ersatzquartier bezieht. Dann soll der Standort Klostergasse saniert werden, was zwei bis drei Jahre dauern soll. „Dass es (das Spital, Anm.) danach weiterhin ein Schulstandort bleibt, darüber bin ich sehr froh, weil wir können Schulen gut brauchen“, sagte Nossek.

Aktuell läuft ein EU-weiter Wettbewerb zur Umwandlung des denkmalgeschützten Gebäudes. Welches Planungsbüro den Zuschlag bekommt, soll im Dezember entschieden werden. 2021 soll der Umbau starten, damit ab Mitte 2022 die Schulklassen aus der Klostergasse einziehen können. Die Höhe der Umbaukosten ist noch nicht klar, genauso wenig, welche Schülerinnen und Schüler sort langfristig die Schulbank drücken werden.