Neu sanierter Zaha Hadid-Bau am Donaukanal
Urban Islands/Flora Bacher
Urban Islands/Flora Bacher
Chronik

Neues Konzept für Zaha-Hadid-Haus

Das Zaha-Hadid-Haus am Alsergrund ist vor 16 Jahren fertiggestellt worden, bewohnt war es aber nur selten. Nach einem Eigentümerwechsel ist nun die Sanierung abgeschlossen. Es gibt auch ein neues Nutzungskonzept.

„Urban Island“ heißt die Wohnanlage am Donaukanal nun, das Konzept ist Wohnen auf Zeit. Es handelt sich dabei also um keine langfristigen Mietverträge oder Eigentumswohnungen, die Zielgruppen sind Studenten und Touristen. Wegen der geltenden Reisebeschränkungen aufgrund der CoV-Pandemie ist derzeit die Nachfrage eher gering. Besichtigungen finden aber bereits statt, die 34 Wohnungen sind bezugsfertig.

Fotostrecke mit 6 Bildern

Neu sanierter Zaha Hadid-Bau am Donaukanal
Urban Islands
Neu sanierter Zaha Hadid-Bau am Donaukanal
Urban Islands
Neu sanierter Zaha Hadid-Bau am Donaukanal
Urban Islands
Neu sanierter Zaha Hadid-Bau am Donaukanal
Urban Islands
Neu sanierter Zaha Hadid-Bau am Donaukanal
Urban Islands
Neu sanierter Zaha Hadid-Bau am Donaukanal
Urban Islands

Sanierung um „ein paar Millionen Euro“

Die Sanierung des gesamten Gebäudes ist im Wesentlichen fertig. Der neue Eigentümer hat dafür „ein paar Millionen Euro“ in die Hand genommen. Eine genaue Zahl wollte er auf Nachfrage nicht nennen. Die Büroflächen im Gebäude sollen vor allem für Start-ups freigehalten werden.

Für eines der insgesamt vier Lokale im Haus steht der Mieter fest, für die anderen drei gibt es Interessenten. Je nach Lokal soll es dann auch vor dem Gebäude Veranstaltungen geben, so sind etwa Märkte ein Teil des Konzepts. Geplant ist auch ein neuer Fußgängerübergang über die vielbefahrene Lände.

Bau kostete zehn Millionen Euro

Im Jahr 2006 wurde das nach der irakisch-britischen Stararchitektin Zaha Hadid benannte Haus an der Spittelauer Lände fertiggestellt. Doch das auf Stelzen gebaute Gebäude glich jahrelang einem Geisterhaus: Restaurants siedelten sich erst gar keine an, und auch die Wohnungen wollte kaum jemand mieten. Gekostet hatte der Bau zehn Millionen Euro, wovon zwei Millionen die Stadt Wien beisteuerte.

Die im Jahr 2016 verstorbene Zaha Hadid lehrte von 2000 bis 2015 an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Bevor sie nach Österreich kam, lehrte sie bereits an renommierten Unis in Harvard, Cambridge und New York. Die im Irak geborene Hadid gewann als erste Frau den Pritzker-Architektur-Preis, einer der bedeutendsten Auszeichnungen in der Architektur-Szene.

In Wien geht auch das Library and Learning Center der WU Wien auf Pläne von Hadid zurück. Im Jahr 2015 erhielt sie das Große Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich. Das Haus an der Spittelauer Lände war eines der wenigen Wohngebäude, die sie entworfen hat.