Chronik

Bestellbetrug in großer Dimension

Ein 21-jähriger Mann wird verdächtigt, in 248 Fällen gewerbsmäßigen Bestellbetrug durchgeführt zu haben. Die Polizei hat den Mann festgenommen. Die Schadenssumme macht laut Angaben der Polizei einen sechsstelligen Betrag aus.

Der Mann hatte sich bei dem Versuch verdächtig gemacht, ein Konto unter falschem Namen zu eröffnen. Auf der Flucht verlor er dann ein Buch mit Notizen, das der Polizei bei ihren Ermittlungen extrem hilfreich geworden ist. Zwei Beamte des Stadtpolizeikommandos Fünfhaus durchforsteten die Aufzeichnungen akribisch und konnten die Aktivitäten des Verdächtigen ziemlich genau rekonstruieren.

Demnach soll der 21-Jährige unter falschen Namen 248 Bestellbetrügereien begangen haben. Er bestellte unterschiedlichste Waren, die Palette reichte von Alpinausrüstung bis hin zu elektronischen Geräten, ließ sie sich an verschiedene Adressen liefern, bezahlte aber nie. Damit soll er einen Schaden in Höhe einer sechsstelligen Summe angerichtet haben. Außerdem schaffte er es offenbar, sich vier Sozialwohnungen zu erschleichen. Diese vermietete er illegal weiter und kassierte allein dadurch 2.500 Euro im Monat.

Fahndung nach Komplizen läuft

Neben dem Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs steht der Mann im Verdacht des versuchten schweren Betrugs durch Kontoeröffnungen mit gefälschtem Ausweis, dem Sozialleistungsbetrug wegen ungemeldeter Mieteinnahmen sowie der Körperverletzung. Der tatverdächtige Syrer wurde bereits am 8. Mai festgenommen, wie die Polizei nun mitteilte. Er ist angesichts der Beweislast zum Teil geständig. Nach einem mutmaßlichen Komplizen des Mannes wird gefahndet.