Mann in gelber Warnweste mit Scooter
Florian Wieser
Florian Wieser
Chronik

Erster „Scooter-Sheriff“ in der City

Nach Lockdown und Winter tauchen auch die Leih-E-Scooter wieder in der Stadt auf. Mit ihnen kommen die Beschwerden über herumliegende Roller. In der City soll nun eine Art „Scooter-Sheriff“ für Ordnung sorgen.

Sie liegen vor Geschäftseingängen, in Hauseinfahrten oder stehen einfach mitten am Gehsteig. Falsch abgestellte Leih-E-Scooter sind nicht nur lästig, sondern auch eine gefährliche Stolperfalle. Mittels Verordnung wurden die Anbieter in Wien bereits stärker in die Pflicht genommen.

Hunderte Beschwerden

Laut Wirtschaftskammer gab es aber weiterhin Hunderte Beschwerden gegeben, vor allem auch von Geschäften. Die Wirtschaftskammer und Lime, einer der fünf Scooter-Verleiher in Wien, starten nun ein Pilotprojekt: Ab Freitag wird ein eigener Scooter-Ordner im ersten Bezirk unterwegs sein. Er soll bei seinen Kontrollgängen schauen, ob die Mietroller der grünen Flotte richtig geparkt sind und sie gegebenfalls umstellen.

Augf Gehsteig liegender Scooter, Mann in gelber Warnweste und zwei weitere Männer
Florian Wieser
Der Probetrieb des Scooter-Ordners wurde für zunächst zwei Monate anberaumt

In der ersten Phase ist er dienstags, freitags und samstags auf Streife, stellt umgeworfene Lime-Scooter auf, positioniert widerrechtlich geparkte Exemplare um und ermahnt Nutzerinnen und Nutzer, wenn er sie beim Falschparken ertappt.

„Verträgliche Lösung für alle“

„Die Wirtschaftskammer Wien möchte mit diesem Pilotprojekt aufzeigen, dass es eine verträgliche Lösung für alle gibt. Lime geht hier mit gutem Beispiel voran,“ zeigt sich Dieter Steup, WK Wien-Bezirksobmann für die Innere Stadt, erfreut. Nach zwei Monaten soll das Projekt evaluiert werden.

Impfstoff für Jugendliche vor Zulassung

Die Europäische Arz-neimittelbehörde EMA wird aller Voraussicht nach morgen den Impfstoff von Biontech-Pfizer auch für diese Altersgruppe zulassen. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker hat heute im Gemeinderat erläutert, wie Wien das umsetzt.

In Neubau seien die Beschwerden zurückgegangen, wurde Bezirkschef Markus Reiter (Grüne) in der Tageszeitung „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe) zitiert. Zurückgeführt wird das auf den touristenrückgang und ein bereits 2020 gestartetes Pilotprojekt mit eigenen Parkplätzen für Scooter. Derzeit gibt es bereits drei solcher Parkplätze für bis zu zwölf Scooter: am Platz der Menschenrechte, in der Seidengasse und in der Mondscheingasse.

Krise dünnte E-Scooter-Markt aus

Von zehn Anbietern Anfang 2020 gibt es in Wien mittlerweile nur noch fünf: Neben Lime sind das Bird, Tier, Kiwi Ride und Link. Sie haben maximal je 1.500 Scooter in ihrer Flotte, insgesamt sind es in Wien derzeit über 6.000 Roller. Max Motion, Wind, Hive, Holmi und Wheels zogen sich vom Wiener Markt bereits zurück, Circ wurde von Bird aufgekauft, berichtete der „Kurier“ weiter. Wer durchgehalten hat, dürfte jetzt aber belohnt werden. Lime hat nun laut eigenen Aussagen 100.000 Kunden mehr als vor der Pandemie.