Bub mit Lutscher
Getty Images/Halfpoint Images
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Bildung

Kindergärten: Träger fordern Lutschertests

Kindergartenkinder sollen künftig regelmäßig sogenannte Lutschertests absolvieren. Das fordert eine Initiative der größten privaten Wiener Kindergartenträger. Nur so könne ein sicherer Sommer für Kinder und Personal garantiert werden.

Ab Mitte Juni ist ein Großteil des Kindergartenpersonals immunisiert. Die Mädchen und Buben sind aber nicht getestet. Damit Familien und das Personal einen unbeschwerten Sommer verbringen können, brauche es „spätestens mit Beginn der Sommerferien handhabbare und nachvollziehbare Lösungen“ für Kindergärten zum Schutz vor Corona. Das fordert eine Trägerinitiative aus Diakonie, Kinderfreunde, Kinder in Wien (KIWI) und St. Nikolausstiftung.

Lutschertest soll zuhause durchgeführt werden

Mittlerweile gebe es am Markt für Kinder sogenannte Lutschertests, die schnell und einfach angewandt werden könnten. Diese regelmäßigen Testungen würden Sicherheit für das Personal, die anderen Kinder und für die Familien bringen. „Wenn alle durch regelmäßige Testungen der Kinder ihren Solidaritätsbeitrag leisten, kann auch endlich der Kindergarten wieder Möglichkeiten im pädagogischen Alltag schaffen, die in den letzten Monaten nicht umgesetzt werden konnten – z.B. Ausflüge, Theater, Museum, etc.“, hieß es in einer Aussendung vom Mittwoch.

Kind macht Lutschertest
ORF
Die Lutschertests sollen regelmäßig daheim durchgeführt werden

Der Lutschertest könnte jeweils am Sonntag oder spätestens Montag in der Früh mit den Eltern zuhause durchgeführt werden. Ein sicherer Start am Montag wäre damit gewährleistet. Die Verteilung der Lutschertests an die Eltern könnte über die Bildungseinrichtungen erfolgen. Im Unterschied zur Schule haben die Kindergärten in Wien auch in den Sommermonaten fast durchgehend offen.

Initiative: Kinder zu wenig im Blickfeld

Die aktuelle Einreiseverordnung zeige „einmal mehr“, dass der Kindergarten nicht im Blickfeld der Politik ist: Kinder unter zehn Jahren werden darin nicht erwähnt, kritisierte die Initiative. Als Beispiel wurde angeführt: „In der Handhabung der aktuellen Fassung wird der Antikörper-Status genesener oder geimpfter Eltern, auch für Kinder unter zehn Jahren, ohne weitere Prüfung einfach ‚angenommen‘. Dies kann dazu führen, dass erkrankte Kinder in den Kindergarten gehen und das Virus oder -mutationen verbreiten könnten.“