Stau Schwedenplatz
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Verkehr

Arbeiten beim Franz-Josefs-Kai sorgen für Staus

Startschuss für die Sommerbaustellen – und den damit verbundenen Stau. Seit dem Wochenende sorgen Arbeiten beim Franz-Josefs-Kai auf der Höhe Marienbrücke für starke Verkehrsverzögerungen.

Zwei von vier Fahrstreifen wurden gesperrt. Die Kolonnen im Frühverkehr reichten am Montag dann mehr als zwei Kilometer vom Franz-Josefs-Kai bis auf die Spittelauer Lände zur Müllverbrennungsanlage zurück. Der Grund der Arbeiten liegt im Untergrund.

Nach 40 Jahren muss die Tunneldecke zwischen der Straße und U4 erneuert werden. Auf Fahrbahnebene wird es eine Reihe von Behinderungen geben, wobei es zu keinen Totalsperren kommt. Das Linksabbiegen vom Kai auf die Marienbrücke oder die Schwedenbrücke wird während der Arbeiten aber nicht möglich sein.

„Hälfte der Leistungsfähigkeit“

„Als die Stadtbahn auf U-Bahn-Betrieb umgestellt worden ist, ist da eine neue Stahlbetondecke eingezogen und auch eine Feuchtigkeitsisolierung darüber gelegt worden. Die ist jetzt an ihre Altergrenze gekommen“, sagte Walter Zemen, „U4-neu“-Projektleiter bei den Wiener Linien gegenüber „Wien heute“.

„Normalerweise bewegen sich am Franz-Josefs-Kai 40.000 Fahrzeuge pro Tag, jetzt haben wir die Hälfte der Leistungsfähigkeit, das ist natürlich schon sehr viel“, so der Wiener Baustellenkoordinator Peter Lenz gegenüber „Wien heute“.

„Harter Sommer“

„Die Autos standen am Montag bis zur ehemaligen WU zurück, weil die Route, auf der sich die Baustelle befindet, eine wichtige Verbindung für Autofahrer und Autofahrerinnen ist, die aus dem Norden aus Floridsdorf oder aus dem Westen kommen“, sagte ÖAMTC-Sprecher Harald Lasser. Die Baustelle soll bis 3. Oktober fertiggestellt sein. Verzögerungen von mehr als 30 Minuten seien für das kurze Stück einzuplanen. „Wir können keine Ausweichroute empfehlen, weil auch der Gürtel im Frühverkehr sehr stark befahren ist“, so Lasser. Für Öffi-Passagiere ändert sich nichts, wie betont wurde. Die U4 wird während dieser Zeit ungehindert unterwegs sein.

Die Situation auf der Strecke dürfte in den nächsten Tagen ähnlich sein. In der Ferienzeit sollte sich die Verkehrssituation am Franz-Josefs-Kai aber allmählich etwas verbessern, weil viele Leute ihren Urlaub außerhalb der Stadt konsumieren. Insgesamt wird es für die Autofahrer laut Lasser aber doch ein „harter Sommer“.

Weitere Einschränkungen auf Zweierlinie

Auch die U2-U5-Bauarbeiten werden für Staus sorgen. Bis 5. September wird in mehreren Phasen die sogenannte Zweierlinie parallel zum Ring nur eingeschränkt befahrbar sein. Im Zuge der Arbeiten für die künftige U5-Trasse werden stellenweise Dehnfugen erneuert. Auf die Straßenverbindungen wirkt sich das durch Umleitungen im Bereich Rathaus oder auf dem Matzleinsdorfer Platz aus.

Zweierlinie
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Die Zweierlinie wird im Sommer nur eingeschränkt befahrbar sein

Bis zur Babenbergerstraße kann zwar noch zugefahren werden, aber Baustellenkoordinator Lenz empfiehlt trotzdem, großräumig auszuweichen. Zum Auftakt am Montag wurde die Fahrtrichtung vom Getreidemarkt Richtung Rathaus gesperrt. Die Zufahrt zur Neustiftgasse erfolgt über den Ring. In weiterer Folge werden Fahrspuren dann wieder sukzessive geöffnet. In Fahrtrichtung Karlsplatz wird die Strecke für Autobenutzer die gesamte Zeit befahrbar sein. Allerdings wird es zu Einengungen oder Verschwenkungen kommen.

Umstieg auf „Öffis“ empfohlen

Rot sehen die Autofahrer etwa auch auf der Altmannsdorfer Straße, die zwischen Belghofergasse und Edelsinnbrücke nur einspurig befahrbar sein wird. Weitere große Sommerbaustellen sind bei der Heiligenstädter Straße und Brücke geplant sowie beim Matzleinsdorfer Platz. Der Baustellenkoordinator appelliert deshalb auch diesen Sommer wieder, wenn möglich auf die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen.