Stromzähler
dpa-Zentralbild/Jens BŸttner
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Chronik

VKI-Aktion „Energiekostenstop“ geht los

Die Energiepreise steigen derzeit stark. Die EU plant Maßnahmen gegen teuren Strom und teures Gas. Einzelkunden haben nun wieder die Möglichkeit, die Erhöhung über die VKI-Aktion „Energiekostenstop“ zumindest etwas abzufedern.

Bereits zum elften Mal organisiert der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die Aktion „Energiekosten-Stop“. Konsumentinnen und Konsumenten können sich der Aktion anschließen, bei der viele einzelne gemeinsam als ein Großkunde auftreten und so in den Genuss günstigerer Tarife kommen. Im Rahmen eines Bestbieterverfahrens sollen möglichst gute Strom- und Gastarife für die Aktionsgemeinschaft erzielt werden.

In Summe konnten die teilnehmenden Haushalte seit Beginn der Aktion ihre Energieausgaben um über 43 Millionen Euro reduzieren. In der letzten Saison konnten die Teilnehmer im Schnitt 385 Euro durch den Wechsel auf die Gemeinschaftstarife für Strom und Gas einsparen. Die Teilnahme an der Aktion ist ab sofort kostenlos und unverbindlich möglich.

Das Umspannwerk Austrian Power Grid in Wien
APA/HANS PUNZ
Das Umspannwerk Austrian Power Grid in Wien

Kostenreduktion, Nachhaltigkeit und Qualität

Neben der Kostenersparnis stehen beim Energiekosten-Stop auch immer Nachhaltigkeit und Tarifqualität im Fokus. Bei der jetzt startenden elften Aktion werden wieder drei Energie-Kategorien für das Bestbieterverfahren ausgeschrieben: Gas, Ökostrom und Umweltzeichen-Strom, also Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern stammt. Zudem sind Umweltzeichen-Stromanbieter verpflichtet, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Für alle Gemeinschaftstarife wird eine Preisgarantie von 18 Monaten gelten.

„In Anbetracht der aktuellen Situation am Energiemarkt würden wir uns wünschen, dass sich diesmal besonders viele Teilnehmer bei unserer Aktion engagieren“, hofft Ivana Jurisic, Projektleiterin beim VKI. Denn je mehr Haushalte sich beteiligen, desto besser sei die Ausgangsposition, um im Bestbieterverfahren Gemeinschaftstarife zu erreichen, die die jetzt absehbaren Preissteigerungen im Energiebereich abfangen könnten. Das wäre vor allem für jene Haushalte ein Vorteil, die durch die Pandemie ohnehin schon unter wirtschaftlichen Druck geraten seien.

Ablauf in vier Schritten

Als erster von insgesamt vier Schritten läuft bis 11. Jänner 2022 die Anmeldung über ein Onlineformular. Dazu genügt es, Namen, E-Mail-Adresse, Postleitzahl, den derzeitigen Energielieferanten und den ungefähren Jahresenergieverbrauch anzugeben. Als zweiter Schritt wird am 19. Jänner der Bestbieter bekannt gegeben. Am Bestbieterverfahren können alle Energielieferanten teilnehmen, die im Vorfeld den vom VKI festgelegten Qualitätskriterien zugestimmt haben.

Ab Ende Februar werden alle Teilnehmer per E-Mail über Details der erzielten Tarife sowie ihre voraussichtliche persönliche Ersparnis informiert, die sich aus dem Wechsel auf die Gemeinschaftstarife ergibt. Nach dem Erhalt des Angebots bleiben laut VKI rund sechs Wochen Zeit, um in Ruhe zu entscheiden, ob das Angebot angenommen und auf den Gemeinschaftstarif gewechselt werden möchte.