Die Bewohner-Initiative „Draußen in Neubau“ machte es sich im vergangenen Jahr zur Aufgabe, mehr Grün in den siebten Bezirk zu bekommen. Wie der „Kurier“ berichtete, suchte sie sich dafür drei Telefonzellen in Neubau aus, um diese mit einem Pflanzendach zu versehen. Auf den Telefonzellen in der Burggasse vorm Karl-Farkas-Park, am Augustinplatz und am Siebensternplatz wurden vor einem Jahr Sedum-Pflanzen angebracht. Das Projekt wurde gemeinsam mit A1, Zehetbauer Fertigrasen und der Firma Knauf Insulation umgesetzt.

Die Sedum-Pflanzen verhindern ein Erwärmen der Blechdächer und sollen der sommerlichen Überhitzung entgegenwirken. Laut der Agenda sind diese Pflanzen gut für solche Aktionen geeignet, da sie sich selbst erhalten können und keine Pflege benötigen. Ein gutes Zeichen ist, dass die Sedum-Pflanzen auch den ersten Winter schon problemlos überstanden. Viel Aufwand ist mit dem Erhalt der Pflanzen also nicht verbunden. Benötigt wird nur eine vorgefertigte Matte aus den Pflanzen, aufgelegt auf einer dünnen Schicht Mineralwolle.
Zukünftig mehr Projekte für den Klimaschutz
Dieses Projekt sei ein kleiner, aber wichtiger Schritt und solle als Vorbild für weitere Umweltschutz-Initiativen wirken, so die Agenda Neubau. Auch die Wissenschaft wurde auf das Projekt aufmerksam. Die TU Wien und das Zentrum für soziale Innovation (ZSI) erforschen im Projekt SIAMESE technische Lösungen und soziale Innovationen im Umgang mit der Klimakrise. 200 Projekte, darunter auch die begrünten Telefonzellen, werden von Expertinnen und Experten beobachtet, um zukünftig mehr Klimaschutzprojekte dieser Art umsetzen zu können.