Geplante Umgestaltung in der  Praterstraße
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politik

Wieder neue Pläne für Praterstraße

Die Umgestaltung der Praterstraße ist seit 2016 ein rot-grüner Streitpunkt in der Politik. Am Freitag hat SPÖ-Bezirksvorsteher Alexander Nikolai wieder aktuelle Pläne vorgestellt und Anwohner dazu befragt. Kritik kommt erneut von den Wiener Grünen.

Für die Umgestaltung der Praterstraße gibt es schon schon seit 2016 Pläne, damals noch ausgehend von den Grünen in der Leopoldstadt. Jetzt soll es bald grünes Licht für die roten Pläne geben: Eine Autospur stadtauswärts soll dabei wegkommen und der dortige Radweg soll zu einem sogenannten „Mega-Rad-Highway“ werden – mehr dazu in „Mega-Rad-Highway“ von Kagran zur City.

Wieder neue Pläne für Praterstraße

Die Umgestaltung der Praterstraße ist seit 2016 ein rot-grüner Streitpunkt in der Politik. Am Freitag hat SPÖ-Bezirksvorsteher Alexander Nikolai wieder aktuelle Pläne vorgestellt und Anwohner dazu befragt. Kritik kommt erneut von den Wiener Grünen.

„SPÖ hat der politische Mut verlassen“

Die Kritik der Wiener Grünen lautet am Freitag, dass die Pläne jenen gleichen würden, die die damalige Grüne Bezirksvorsteherin 2020 präsentiert hat. Bei den Planungen der Praterstraße wären die Grünen vor zwei Jahren schon viel weiter gewesen, so Peter Kraus Parteivorsitzender der Wiener Grünen. „Es war ein fixfertiger Vorschlag, der gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet wurde. Dieser hätte die Praterstraße zum Klimaboulevard gemacht. Die SPÖ hat der politische Mut verlassen und sie findet keine Antworten auf die Klimakrise“, so Kraus gegenüber „Wien heute“.

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Der große Unterschied zu den Grünen Plänen sei laut Bezirkschef Nikolai, dass ein Großteil der Ladezonen und Parkplätze für die Bewohner und Firmen erhalten bleiben könnte. "Und schon alleine der „Mega-Rad-Highway" ist der konträre Unterschied“, ergänzte Nikolai. Außerdem würde der Nestroyplatz komplett aufgewertet werden „mit Baumsetzungen, Sitzmöbeln, Schattenmöglichkeiten und Wasser“, hieß es weiter.

Bezirksvorsther Nikolai (SPÖ) zu den Plänen für die Praterstraße

Endgültiger Plan „im Herbst“

Bürgerinnen und Bürger sind schon mehrfach zur Umgestaltung befragt worden. Trotzdem wollte der Bezirksvorsteher die Anrainerinnen und Anrainer noch einmal zu ihren Wünschen befragen. Eine dieser Befragungen hat am Freitag stattgefunden, der nächste Termin ist am 24. Mai. „Das sind die letzten Schrauben. Dann wird er komplett gegossen der Plan mit Budget. Und dann wird er im Herbst vorgestellt. Dann kommt es 2023/2024 zur Umsetzung“, so Nikolai. Die Grünen aus der Leopoldstadt laden zum selben Thema am 15. Mai zu einem Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern.

Für die Anrainerinnen und Anrainer rund um die Praterstraße eine mühsame Angelegenheit, wie ein Lokalaugenschein zeigt. Das „grün-rote Hin- und Her“ solle enden und die Wünsche -die seit Jahren gesammelt worden sind – umgesetzt werden, sagte eine Bewohnerin. Ihre Wünsche: mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger und weniger Lärm. Andere würden die Praterstraße „einfach so lassen wie sie ist“.