Christoph Wenisch ballt die Faust nach der Impfung gegen Covid-19 mit Pfizer-BioNTech am ersten Tag der Impfkampagne in Wien.
APA/Reuters/Lisi Niesner
APA/Reuters/Lisi Niesner
Medien

Pandemie dominierte die besten Pressefotos

Eine der ersten in Österreich verabreichten CoV-Impfungen, ein Horrorclown auf einer CoV-Demo, ein Zwei-Meter-Abstand bei einem Leichtathletikbewerb: Das Thema Pandemie dominiert die am Dienstagabend prämierten besten Pressefotos der vergangenen beiden Jahre.

Über den „Objektiv Pressefotopreis 2022“ der Wirtschaftskammer Österreich und je 5.000 Euro durften sich die Fotografinnen und Fotografen Lisi Niesner, Hans Ringhofer, Helmut Ploberger und Nina Strasser freuen. Die Wiener Fotografin Niesner von der Nachrichtenagentur Reuters setzte sich in der Kategorie „Chronik, Wirtschaft, Umwelt“ des von der Bundesinnung der Berufsfotografen vergebenen Preises durch.

Ihr Foto zeigt den Infektiologen Christoph Wenisch, wie er seine Faust in die Höhe reckt, nachdem ihm eine der ersten CoV-Impfungen in Österreich verabreicht wurde. Das Bild schaffte es auch auf das Cover der „New York Times“. Der Wiener Pressefotograf Ringhofer wurde in der Kategorie „Innenpolitik“ ausgezeichnet. Sein Siegerfoto zeigt einen Mann mit Horrorclown-Maske und blauen Handschuhen, der auf einer Demonstration vor einem großen Transparent mit der Aufschrift „Ihr seid die Krankheit und wir die Medizin“ steht.

Fotostrecke mit 4 Bildern

Zwei Läufer bei einem Leichtathletikbewerb in Vorarlberg.
APA/Helmut Ploberger
Proteste gegen die Coronamaßnahmen der Regierung am Heldenplatz in Wien.
APA/Hans Ringhofer
Musikerin Mona Matbou Riahi.
APA/Nina Strasser
Christoph Wenisch ballt die Faust nach der Impfung gegen Covid-19 mit Pfizer-BioNTech am ersten Tag der Impfkampagne in Wien.
APA/Reuters/Lisi Niesner

Zwei-Meter-Abstand beim Sport

In der Kategorie „Sport“ holte sich der oberösterreichische Fotograf Ploberger den „Objektiv-Pressefotopreis“. Auf seinem Bild sind zwei Läufer bei einem Leichtathletik-Wettbewerb in Vorarlberg zu sehen, die sich nahezu exakt an den im Hintergrund auf einem Banner festgehaltenen, wohl für das Publikum vorgeschriebenen Zwei-Meter-Abstand halten.

Einzig in der Kategorie „Kultur“ spielte die Pandemie und deren Begleiterscheinungen keine Rolle. Hier überzeugte die Wiener Pressefotografin Strasser. Sie lichtete die iranische Musikerin Mona Matbou Riahi mit ihrer Klarinette ab, wobei sie die Fachjury mit „dem schlicht in schwarz-weiß gehaltenen, aber technisch perfekt umgesetzten Bild“ auf ihre Seite zog.

Ab Mittwoch ausgestellt

„Die Fotos der heimischen Pressefotografen tragen sehr wesentlich zur Bedeutung von Qualitätsjournalismus, vor allem in Zeiten von Falschberichten und Quellenunsicherheit, bei. Viele der eingereichten Bilder haben weltweit Verwendung gefunden“, zollte Heinz Mitteregger, Bundesinnungsmeister für Fotografie, den Siegern als auch den Nominierten Respekt.

Ab Mittwoch sind die vier Siegerbilder sowie die weiteren 16 Bilder der nominierten Fotografinnen und Fotografen im Presseclub Concordia in Wien zu sehen. Danach sind mehrere Ausstellungen in den Bundesländern geplant. Insgesamt wurden für die diesjährige Ausgabe 190 Fotos von 87 Fotografinnen und Fotografen eingereicht. Die nächste Verleihung soll im Frühjahr 2024 stattfinden, wobei in den Jahren 2022 und 2023 aufgenommene und veröffentlichte Bilder zugelassen sind.