Jahrzehntelang hatte die Familie Hascha auf dem historischen Gutshof Milchwirtschaft, Schweinehaltung und den Anbau von Getreide und Gemüse betrieben. Dann sollte der Hof eigentlich abgerissen werden. Doch dann gab es 2019 einen Wettbewerb für die Nachnutzung des Areals – und es wurde entschieden: Der Haschahof soll wieder ein großer Bauernhof werden, nun unter dem Titel „Zukunftshof“.
Die Backsteingebäude des Vierkanthofs sollen einmal das Grätzelzentrum des Stadtentwicklungsgebiets Rothneusiedl werden. Vor allem werden dort aber nachhaltig und innovativ Lebensmittel produziert – das reicht von Fischzucht über Bier bis zu Brot. Das Ganze soll eine Art „Reallabor“ sein.
Aufbauphase bis September 2023
Betrieben wird der „Zukunftshof“ von einer Genossenschaft, die aus Anrainerinnen und Anrainern und kleinen Unternehmen besteht. Initiator ist Andreas Gugumuck, bekannt auch als Schnecken-Bauer. Auch Kultur und Veranstaltungen wie etwa Wastecooking gibt es auf dem Hof bereits.
Beim Ausbau für den Vollbetrieb erhält der „Zukunftshof“ nun finanzielle Unterstützung der Wirtschaftsagentur Wien, die damit die Lebensmittelproduktion in Wien stärken will. Mit 129.000 Euro übernimmt die Wirtschaftsagentur vor allem Personalkosten in der Startphase – insbesondere für Fachpersonal für grundlegende Planungsarbeiten. Die Aufbauphase soll von Juli 2022 bis September 2023 dauern.