Das geplante Gebäude von Boehringer Ingelheim in einer Visualisierung
Boehringer Ingelheim/F+P Archtitekten
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Wissenschaft

Boehringer Ingelheim baut Krebszentrum aus

Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim setzt noch stärker auf den Standort Wien: Am Campus in Meidling wird das Zentrum für Krebsforschung mit einem neuen Gebäude erweitert und personell aufgestockt.

Wien ist schon jetzt weltweit der größte Standort des Unternehmens für Krebsforschung. In Wien konzentriert man sich auf drei der über 300 bekannten Krebsarten, erklärt Darryl McConnell, Leiter der Krebsforschung: „Lungenkrebs, Darmkrebs – da ist ein großer Bedarf- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Da haben wir zwei Ansätze: Einen, wo wir gezielt auf die Krebszellen mit Medikamenten behandeln und der andere, wo wir das Immunsystem gegen den Krebs zu stärken.“

60 Millionen Euro investiert

Der Standort Wien bietet viele Vorteile, vor allem was die Infrastruktur und die Personalressourcen angeht, erklärt Generaldirektor Philipp von Lattorff. „Wir haben in Wien eine Super-Situation. Wir haben ein integriertes Arbeiten. Wir haben von der Grundlagenforschung, angewandte Forschung, klinische Forschung und die Produktion: Wenn man denk, wo kann man weiter ausbauen, wo ist das Know-how, dann kommt schnell Wien in den Sinn.“

Das geplante Gebäude von Boehringer Ingelheim in einer Visualisierung
Boehringer Ingelheim/F+P Archtitekten
In den neuen Labors sollen dann 600 statt bisher 450 Personen arbeiten

Mit dem Ausbau des Zentrums wird das Team von 450 auf 600 Personen aufgestockt, 6.300 Quadratmeter Fläche kommen dazu – eine Fläche in der Größe von zwei Fußballfeldern. Absolut notwendig, meint Forschungsleiter McConnell, „um Medikamente gegen Krebs zu finden.“ Der Ausbau ist auch eine Investition in die Zukunft, sagt Lattorff. „Wenn wir hier weiter in Onkologie investieren, dann heißt das, es geht für die nächsten 30, 40 Jahre weiter.“ 2024 soll der Ausbau des Krebsforschungszentrums fertig sein, investiert werden insgesamt rund 60 Millionen Euro.

Pharmakonzern baut Krebsforschung aus

Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim setzt noch stärker auf den Standort Wien: Am Campus in Meidling wird das Zentrum für Krebsforschung mit einem neuen Gebäude erweitert und personell aufgestockt. Wien ist schon jetzt der größte Standort des Unternehmens für Krebsforschung.

Durch eine 670 Quadratmeter große Photovoltaikanlage am Dach und der Fassade erwartet sich das Pharmaunternehmen 40 bis 45 Tonnen CO2-Einsparung jährlich. Diese Energie will Boehringer Ingelheim zukünftig für onkologische Forschung verwenden. Aktuell würden 16 onkologische Projekte in klinischen Studien laufen.