Ein Mann fotografiert Street Art mit seinem Handy.
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Kultur

Reiseführer bietet Einblick in Street-Art

Street-Art auf Hausfassaden gehört in großen Städten längst zum Stadtbild. Gerade in Wien gibt es viele Kunstwerke zu entdecken. Nun hat Thomas Grötschnig ein Buch über Street-Art in ganz Österreich herausgebracht – eine Art Reiseführer.

Thomas Grötschnig dokumentiert seit 2016 Street-Art in Österreich – vor allem in Wien. Auf seinen Facebook- und Instagram-Accounts „Vienna Murals“ (Wiener Wandmalerei) teilt er Bilder von Kunstwerken an Wiens Hausfassaden und Mauern. Er erstellt Karten und Wanderwege und hat bereits mehrere Street-Art-Guides herausgebracht. Zwei seiner Bücher handeln nur von Wien – jetzt gibt es auch einen Reiseführer für ganz Österreich.

Mehr Verbreitung in ländlichen Regionen

„Street-Art ist eine urbane Kunstform, die immer mehr nicht nur in den Großstädten stattfindet, sondern auch am Land“, so Grötschnig. Das liege daran, dass viele Künstlerinnen und Künstler nicht in Städten aufgewachsen sind, sondern auch einen Bezug zu diversen Orten im ländlichen Gebiet hätten.

Sein „Street Art Guide Austria“ bietet auf 250 Seiten einen Überblick – mit Fotos, Adressen und Informationen zu den Künstlerinnen und Künstlern. Es ist laut Grötschnig ein Kunst- und Reiseführer für all jene, die auch selbst gerne Orte mit urbaner Kunst aufsuchen.

In dem Street Art Guide befinden sich viele Bilder von Kunstwerken.
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Die oftmals vergänglichen Kunstwerke werden in den Street-Art-Guides für die Zukunft festgehalten

Street-Art bereichert triste Orte

An Street-Art sei laut Grötschnig vor allem die Vergänglichkeit der Kunstwerke besonders. Oftmals seien die Bildnisse nur für einen kurzen Zeitraum zu sehen, bis sie von einem anderen Kunstwerk ersetzt werden. In seinen Büchern würden die Werke hingegen für längere Zeit festgehalten werden.

Grötschnig erzählt gegenüber „Wien heute“, wie Street-Art auch Plätze aufwertet: „Es gibt Orte, die teilweise sehr grau sind, wo es graue Feuerwände gibt, die dann besprüht werden können und die dem Platz viel geben. Beim Ludwig-Hirsch-Platz merkt man das auch. Vorher war das eine graue Wand und ein fader Platz, der aber immer schon sehr viel Potenzial hatte. Seitdem es dort ein Street-Art-Werk gibt, tut sich sehr viel auf dem Platz.“ Denn durch die Farbe würde mehr Fröhlichkeit Einzug in das Leben der Menschen finden.