Klinik Hietzing
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Gesundheit

Klinik Hietzing: Neubau startet 2028

Im Zuge der Modernisierungspläne für die städtischen Krankenhäuser wird auch die Klinik Hietzing neu gebaut. Ein großes Zentralgebäude soll die Einzelpavillons ersetzen. Geplant ist außerdem ein Schwerpunktzentrum für Gefäßmedizin.

Der Grundriss der Klinik soll kleiner werden, um Wege für das Personal sowie die Patientinnen und Patienten zu verkürzen. Momentan erstreckt sich das Spital über eine Länge von mehr als einem Kilometer. Bis 2040 werden alle städtischen Spitäler – ausgenommen die neue Klinik Floridsdorf – modernisiert, um- oder neu gebaut.

Bessere Öffi-Anbindung und kürzere Wege

„Die neue Klinik Hietzing wird näher an die öffentlichen Verkehrsmittel und an die Stadt rutschen. Das Zentral-Krankenhaus wird sich entlang der Hermesstraße, die Erstreckung wird bis zum Pavillon eins gehen, die restlichen Pavillons werden nicht mehr genutzt werden“, erläuterte Projektleiter Christoph Sommer die Baupläne.

Der neue Zentralbau soll die Wege im Spital verkürzen. „Wir müssen die Patienten vorher anziehen. Sie müssen ins Freie hinaus, sie müssen ins Auto hinein. Das ist alles eine Arbeitserleichterung für uns und sicher auch angenehmer nachher für die Patienten“, beschrieb die leitende Pflegerin Sylvia Kager-Waldhauser die beschwerlichen Wege.

Klinik Hietzing-Pavillon
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Die alten Pavillons der Klinik Hietzing sollen durch einen Zentralbau ersetzt werden

Klinik wird Schwerpunktzentrum für Gefäßmedizin

Bis das neue Krankenhaus fertig ist, werde es noch eine Weile dauern. Der Baustart für das neue Zentralkrankenhaus ist für 2028 geplant. Ein erster Gebäudeteil soll dann bereits 2032 in Betrieb genommen werden können. Abgeschlossen werden die Bauarbeiten voraussichtlich erst 2036/2037. Neben dem Standard-Leistungsangebot der städtischen Krankenhäuser wird es in der neuen Klinik Hietzing eine Kinder- und Jugendpsychiatrie, ein Zentrum für Innere Medizin und ein Gefäßzentrum geben.

Chirurg Manfred Prager verdeutlichte die zukünftige Relevanz der Gefäßmedizin. „Gefäß-Eingriffe sind Eingriffe, die in erster Linie bei Betagten notwendig sind. Und deswegen muss man in einer älter werdenden Gesellschaft letztlich dem Rechnung tragen und danach sehen, dass genügend Hilfe für diese Menschen angeboten wird.“

Moderne Klinik in Hietzing kommt

In fünf Jahren soll in Hietzing mit dem Bau einer neuen Klinik begonnen werden, die die alten Pavillions und Stationen ablöst. Das Krankenhaus Hietzing wird bis Mitte der 2030er Jahre bei der Hermesstraße erreichtet . Die neue Herzstation mit 63 Betten wird ein Herzstück.

Pavillons dienten früher dem Infektionsschutz

Die Zukunft des aufgelassenen Areals ist noch unklar. Einige der denkmalgeschützten Pavillons des ehemaligen Lainzer Krankenhauses stehen bereits seit der Kaiserzeit. Sie werden, ebenso wie die Parkanlage, weiter zum Klinikareal dazugehören.

Früher habe es gute Gründe gegeben, Krankenhäuser in sogenannten Pavillons, also vielen kleineren Gebäuden, zu bauen. Mit modernen Behandlungsmöglichkeiten sei das nicht mehr zeitgemäß, erklärte Lungenärztin Robab Breyer Kohansa. „Man wollte ja, dass gerade Lungen-Patientinnen und Patienten sehr abgeschirmt sind von vielen anderen. Das macht eine Besonderheit hier aus, dass nicht nur wir, sondern auch unsere Patientinnen und Patienten dadurch diese Wege überbrücken müssen.“