Lehrling in der ÖBB-Zentrallehrwerkstätte iam Hebbelplatz in Favoriten
ÖBB/Sigi Herzog
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WIRTSCHAFT

Auch ÖBB suchen dringend Personal

Der Fachkräftemangel schlägt auch auf die großen Betriebe durch. Nicht nur die Wiener Linien, auch die ÖBB suchen händeringend nach Personal – denn bis 2027 wird rund ein Fünftel der ÖBB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pension gehen.

Allein in Wien, NÖ und dem Burgenland werden heuer 2.000 neue Arbeitskräfte gesucht. Sie sollen mit diversen Anreizen angelockt werden. 5.000 Euro Einstiegsprämie und ein Smartphone – das ist es den ÖBB wert, neue Verschieberinnen und Fahrdienstleiter zu bekommen. Und zwar schon nach Abschluss des Probemonats.

Prämien und Handy als Anreiz

Eine weitere Prämie von 2.500 Euro brutto erhalten die Verschieber nach Abschluss der Verschubleiterinnen-Prüfung, die Fahrdienstleiter im weiteren Verlauf ihrer Ausbildung. Auch bereits fertig ausgebildete Triebfahrzeugführerinnen, die bei den ÖBB beginnen, bekommen nach sechs Monaten und bestandenen Prüfungen einen Bonus von 5.000 Euro brutto.

Insgesamt werden in der Ostregion heuer rund 2.000 Arbeitsplätze vergeben. Für viele der 130 Berufsbilder bieten die ÖBB selbst Ausbildungen an. Da die Ausbildung bezahlt wird, sind diese Jobs auch für Unerfahrene geeignet, so die ÖBB.

300 Lehrlinge gesucht

Darüber hinaus werden für das kommende Lehrjahr in der Ostregion rund 300 Lehrlinge gesucht. Der Großteil der neuen Belegschaft wird in den sogenannten eisenbahnspezifischen Berufen gesucht. Dazu zählen männliche wie weibliche Triebfahrzeugführer, Zugbegleiter, Verschieber, Fahrdienstleiter und Fahrzeugtechniker für die Instandhaltung. Gesucht werden auch Menschen für die IT, um die Digitalisierung der ÖBB voranzutreiben.

Für ÖBB-Vorstand Andreas Matthä ist die Joboffensive auch ein Teil des heurigen Bahn-Jubiläums. Die Bundesbahnen wurden 1923, also vor hundert Jahren, gegründet. Es gehe darum, mit einer Portion Stolz in die Vergangenheit und mit einer doppelten Portion Zuversicht in die Zukunft zu schauen, sagt Matthä. Man stehe vor dem größten Generationenwandel der Geschichte. Es gelte, die Weichen Richtung Zukunft zu stellen und neue Talente für die ÖBB zu begeistern.