Die Beamten der Landesverkehrsabteilung, Fachbereich Gefahrgutkontrolle, hatten den Sattelschlepper durch seine Fahrweise bemerkt, weil er in Schlangenlinien fuhr. Sie stoppten den mit ätzenden und entzündlichen Produkten beladenen Lkw und stellten fest, dass der Lenker – von Deutschland in die Türkei unterwegs – schon zwölf Stunden ohne Pause fuhr.

Auch bei den Fahrerkarten entdeckten die Beamten Ungereimtheiten. Sie untersagten die Weiterfahrt, der Sattelzug musste abgestellt werden. Außerdem erhob die Polizei eine Sicherheitsleistung ein.
430 Anzeigen bei Verkehrsschwerpunkt
Die Landesverkehrsabteilung führte außerdem am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag einen Schwerpunkt in Wien statt, bei dem auch die Landesfahrzeugprüfstelle, eine Schnellrichterin und eine Amtsärztin im Einsatz waren. Ein Raser wurde mit 174 km/h statt erlaubter 100 erwischt.
Es gab mehr als 430 verkehrspolizeiliche Anzeigen vor allem wegen Schnellfahrens, sieben Führerschein- und vier Kennzeichenabnahmen. Außerdem wurden zehn Organstrafverfügungen eingehoben. Durch die Schnellrichterin wurden Strafverfügungen von beinahe 3.000 Euro ausgestellt.