Christbaumentsorgung durch MA48
ORF.at/Christian Öser
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Chronik

Müllabfuhr rückt auch am Feiertag aus

Die Feiertage bedeuten für die Müllabfuhr vor allem eines: mehr Arbeit. Damit an den verlängerten Wochenenden die Mülltonnen nicht übergehen, ist die Müllabfuhr auch am Stefanitag sowie am kommenden Samstag unterwegs.

Rund um Weihnachten fällt laut MA48 etwa zehn Prozent mehr Müll an als sonst. Grund sind unter anderem Geschenkverpackungen. Aber auch Hunderttausende Christbäume werden entsorgt. Die Menge in den Altpapiertonnen ist seit dem Jahr 2010 um rund 40 Prozent gestiegen.

Über zwei Drittel davon machen Verpackungen aus – und zwar das ganze Jahr über. Die MA48 appelliert daher an die Bevölkerung: „Mach’s kleiner, warat feiner“ steht auf den Aufklebern, die an das Falten von Kartons und Zerdrücken von Plastikflaschen erinnern sollen.

Müllabfuhr fährt auch am 26. und 30. Dezember

Der beste Müll sei aber ohnehin der, der gar nicht erst anfalle, wird betont. Man solle etwa möglichst auf Mehrwegverpackungen setzen, beispielsweise bei Milch, und Stoffbeutel für Obst und Gemüse verwenden. Das Öl beispielsweise vom Weihnachtsfondue soll übrigens in den „Wöli“, also einen Kübel, den man sich kostenlos beim Mistplatz holen und dort wieder abgeben kann.

Damit nun an den verlängerten Wochenenden die Mülltonnen nicht übergehen, ist die Müllabfuhr auch am Stefanitag (26. Dezember) sowie am kommenden Samstag (30. Dezember) unterwegs. Rund 300 Sammelfahrzeuge sind im Einsatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden in dieser Zeit mehr als sonst leisten, so die MA48. Zusätzliches Personal werde aber nicht benötigt.

Christbaumsammelstelle vor der Karlskirche
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583 Christbaumsammelstellen öffnen am 27. Dezember

Christbaumsammelstellen bis 14. Jänner geöffnet

Rund 400.000 Christbäume werden in Wien laut Marktamt jedes Jahr verkauft. Nach Weihnachten müssen diese dann auch wieder entsorgt werden. Möglich ist das von 27. Dezember bis einschließlich 14. Jänner bei den 583 Sammelstellen der MA48, die über die ganze Stadt verteilt sind. Im vergangenen Jahr wurden dort knapp 750 Tonnen an Bäumen abgegebenen.

Die gesammelten Christbäume werden dann in der Müllverbrennungsanlage Pfaffenau verheizt. Mit der so gewonnenen Energie können einen Monat lang etwa 1.300 Haushalte mit Strom und rund 2.500 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. Damit das Verheizen der Christbäume problemlos klappt, bittet die MA48 darum, den Baum von sämtlichem Schmuck zu befreien, bevor man ihn auf einen Sammelplatz bringt. Es werden aber nicht alle Bäume in der Müllverbrennungsanlage verheizt. Einige dienen auch als Futter für die Pinzgauer Ziegen auf der Deponie Rautenweg.