Die Eisdecke auf der Alten Donau
Wiener Gewässer/Urban
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Chronik

Alte Donau: Eislaufen wäre lebensgefährlich

Die tiefen Temperaturen der vergangenen Tage haben zwar zu Eisdecken auf Wiener Naturgewässern wie der Alten Donau geführt. Die Stadt Wien warnt aber vor dem Betreten und Eislaufen, dabei droht Lebensgefahr.

Für eine ausreichend dicke Eisfläche bei den Naturgewässern wären noch viel mehr Tage mit Minustemperaturen notwendig. Auch dann wäre die Eisbildung noch immer teilweise unberechenbar, hieß es am Freitag von der Stadt Wien.

Gefahren von Eislaufen auf Naturgewässern

Die Stadt Wien warnt eindringlich vor den Gefahren, die mit dem Eislaufen auf Naturgewässern einhergehen. Auch wenn sich die Temperaturen länger anhaltend im zweistelligen Minusbereich bewegen, ist die Eisbildung unberechenbar.

Derzeit bedeutet die keineswegs dicke Eisfläche etwa an der Alten Donau Lebensgefahr, wie Mathilde Urban, Sprecherin der MA 45 (Wiener Gewässer), in „Wien heute“ erklärte: „Die Alte Donau ist ein Gewässer, das warme Grundwasserströmungen hat. Das Eis ist an verschiedenen Stellen verschieden dick. Und auch an den Brücken, wo es wärmer ist, ist die Eisbildung viel geringer.“

Die Eisdecke auf der Alten Donau
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Die Eisdecke an der Alten Donau ist für das ungefährliche Betreten zu dünn

Zuletzt ist die Alte Donau im Jahr 2019 zugefroren, in den vergangenen Jahren gab es keine nennenswerte Eisbildung. Stehende Gewässer werden hauptsächlich durch Zuflüsse von Grundwasser gespeist. Auch bei tiefen Temperaturen ist das Grundwasser durchschnittlich etwa sieben Grad Celsius warm. Durch diese Erwärmung von unten ist die Eisdecke an den Stellen, an denen das Grundwasser einströmt, besonders dünn.

Die Stadt Wien verweist auf sicheres Eislaufen, das auf verschiedenen Eislaufplätzen in Wien möglich ist. Ab 19. Jänner zählt dazu auch wieder der Eistraum auf dem Rathausplatz, der bis 3. März geöffnet sein wird.