Menschen vor dem Museumsquartier
APA/Eva Manhart
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Umwelt

Klimaprotest vor Museumsquartier

Klimaaktivistinnen und -aktivisten der „Letzten Generation“ haben Samstagmittag beim Wiener Museumsquartier zum Großprotest aufgerufen. Mehrere hundert Menschen versammelten sich, darunter der Wissenschafter des Jahres 2022, Franz Essl.

„Ich habe das Gefühl, die Verantwortlichen verstehen nicht, was alles auf dem Spiel steht“, sagte die Sprecherin der „Letzten Generation“, Anna Freund, in ihrer Rede. „Fakt ist, dass diese Menschen ihren Job nicht machen. Wir fordern sie auf, die Wissenschaft ernst zu nehmen und mit der nötigen Dringlichkeit zu handeln. Es ist höchste Zeit für konkrete Maßnahmen, als ersten Schritt fordern wir unser Recht auf Überleben in der Verfassung.“

Biodiversitätsforscher Franz Essl
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Unterstützung kam vom Ökologen und Biodiversitätsforscher Franz Essl

Mehrere hundert Menschen hatten sich am Museumsplatz in Neubau versammelt, um ihre Stimme für den Klimaschutz in der Verfassung zu erheben. Auch Anwalt Paul Kessler, der einige Aktivistinnen und Aktivisten vertritt, übte Kritik. „Es ist dramatisch, dass man sich nicht einmal die Mühe macht, eine breite wissenschaftliche Diskussion darüber zu führen, wie man ein solches Grundrecht ausgestalten könnte“.

Menschen mit Plakaten
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Mehrere hundert Menschen nahmen an dem Protest teil

Grundrecht auf Klimaschutz in Verfassung

Die „Letzte Generation“ fordert von der Bundesregierung ein Grundrecht auf Klimaschutz in der Verfassung. Die Aktivistinnen und Aktivisten wollen deshalb den Kampf für den Klimaschutz noch intensiver auf die Straße bringen. Aus diesem Grund ging am Samstag „um 5 nach 12“ der Großprotest beim Wiener Museumsquartier über die Bühne.