Katze liegt auf einem Kamin
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Chronik

Haustiere werden immer älter

Die Österreichische Heimtierfuttermittel Vereinigung (ÖHTV) mit Sitz in Wien hat eine Studie in Auftrag gegeben, in der das Alter der Haustiere im Land untersucht worden ist. Das Ergebnis: Die Lebenserwartung nimmt zu, mehr als ein Drittel der Katzen sind etwa über zehn Jahre alt.

Durchgeführt wurde die Studie vom Marktforschungsinstitut GfK. Die Zahlen basieren auf einer Erhebung von 4.000 Haushalten. Die Untersuchung führt das Ergebnis unter anderem auf „gute Pflege und vor allem auch die gute Ernährung dieser Tiere“ sowie qualifizierte veterinärmedizinische Versorgung zurück, wie ÖHTV-Geschäftsführer Bernd Berghofer bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien erklärte.

Ungefähr 36 Prozent beziehungsweise über 700.000 der österreichischen Katzen seien inzwischen über zehn Jahre alt, zwölf Prozent über 15 Jahre. Bei den Hunden sind laut Studie etwa 30 Prozent älter als zehn Jahre – drei Prozent mehr als bei der bisher jüngsten Erhebung.

Zwei Millionen Katzen

Gleichzeitig steigt laut der Erhebung die Gesamtzahl der Haustiere im Land, vor allem Katzen werden immer beliebter. Rund zwei Millionen Katzen gibt es in Österreich, vor zwei Jahren waren es noch 1,985 Millionen.

Österreich bleibt Berghofer zufolge ein „Katzenland“. Die Anzahl der Hunde sei mit 836.000 Tieren etwa auf dem Höchststand von 2022. Zwar sinke der Tierbestand neben Katzen und Hunden, aber in noch 14 Prozent der Haushalte „leben andere Haustiere, also etwa Hasen, Schildkröten, Zierfische oder Vögel“.

Kleinste Haustierpopulation in Wien

Die höchste Dichte an Hunden sowie Katzen finde sich in Niederösterreich und dem Burgenland, wobei in ganz Österreich 46 Prozent aller Haushalte mindestens ein Tier hielten. In Wien gebe es die kleinste Haustierpopulation auf Haushalte gerechnet, allerdings auch leichtes Wachstum. Daneben bestätige die Studie „das oft zitierte Klischee der Familie mit Kind und Katze“, während sich Hunde wiederum überwiegend in Single-Haushalten und Wohnungen mit zwei Personen befänden.

Ein zuvor beobachteter Covid-19-Effekt bei der Tieranschaffung hat sich laut Berghofer wieder eingependelt. Ein Peak während der Pandemie war „geprägt dadurch, dass man vor allem aus Tierheimen sich Tiere kurzfristig geholt hat, aber dann auch sehr viele davon wieder zurückgegeben worden sind.“