Serafin als Einspringer am Volkstheater

Harald Serafin feiert ein Comeback am Volkstheater und hilft dabei in einer Notlage. Er springt für den erkrankten Heinz Petters in „Der Färber und sein Zwillingsbruder“ ein. Die Proben beginnen für Serafin nur zwei Wochen vor der Premiere.

Peter Weck und Harald Serafin 2008 in "Sunny Boys" am Volkstheater

APA/Hans Klaus Techt

Vor zwei Jahren feierte Harald Serafin mit Peter Weck am Volkstheater einen großen Erfolg mit „Sonny Boys“. Nach dem Ausfall von Heinz Petters kam nun der Anruf von Volkstheater-Direktor Michael Schottenberg. „Ich kenne ihn von Sonny Boys und da war es logisch, ihn zu fragen. Er ist einer, der mit solchen Situationen umgehen kann. Das ist ein großes Kind des Theaters und als solcher ist er spielwütig“, lobte Schottenberg Serafin in einem „Wien heute“-Interview.

TV-Hinweis

„Wien heute“ zeigt Bilder von den ersten Probem mit Harald Serafin in „Der Färber und sein Zwillingsbruder“. Den Beitrag sehen Sie am Montag, 19.00 Uhr, ORF2 in „Wien heute“ und danach im Internet on Demand.

„Wenn ein Direktor bei mir anruft und fragt, ob ich helfen kann, ist es für einen Künstler eine Selbstverständlichkeit. Das ist ein Gesetz unter Künstlern: Hilf Du mir, dann sind wir beide stark“, begründete Serafin seine Zusage. Als schrulliger General schlüpft er nun zum ersten Mal in eine Nestroy-Rolle. Das Ensemble mit dem jungen Matthias Mamedof in der Hauptrolle, ist schon ziemlich gut eingespielt. „Den Text schnell lernen ist das schwierige. Die arbeiten ja schon seit Mitte August und ich bin jetzt dauernd mit dem Textbuch unterwegs“, so Serafin.

Premiere am 14. Oktober

Regisseurin Viktoria Schubert sieht in den bisherigen Proben sowohl Vor- als auch Nachteile für den neuen Darsteller: „Die größte Herausforderung für ihn ist, in so ein Gefüge hineinzubringen, das schon relativ fest steht. Das ist aber auch der Vorteil, weil wir uns jetzt ein wenig auf ihn konzentrieren können.“

An den Qualitäten von Harald Serafin hat aber auch die Regisseurin keinen Zweifel. „Wir feilen und tüfteln noch und schauen noch, dass wir es optimal für ihn und für alle hinkriegen“, meinte Schubert. Die Premiere von „Der Färber und sein Zwillingsbruder“ findet am 14. Oktober statt.

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