Derby-Krawalle: Mehrere Verletzte

Im Vorfeld des Wiener Fußballderbys ist es am Sonntag zu Ausschreitungen gekommen. Bis zu 200 Rapid-Fans zettelten vor der Generali Arena eine Auseinandersetzung mit den Austria-Anhängern an. Mindestens drei Personen wurden verletzt.

Rund eine Dreiviertelstunde vor Anpfiff versammelten sich rund 200 vermummte und schwarz gekleidete Rapid-Hooligans und marschierten über einen Verbindungsweg zum Parkplatz und zum Fanshop, wo sie auf den Austria-Anhang trafen. Laut Polizei gingen die Rapidler zum Angriff über, bis die Polizei zur Stelle war.

Gegenstände geworfen

Offenbar sollen die Hooligans auch in Familienveranstaltungen beim Stadion hineingeplatzt sein. Es wurden laut Augenzeugen Raketen hineingeschossen und Gegenstände geworfen. Unklar war zunächst, ob auch ein achtjähriger Bub verletzt wurde. Gerüchten zufolge soll er zwischen die Fronten geraten sein und leichte Kopfverletzungen erlitten haben. Die Polizei konnte das aber - entgegen ersten Aussagen - nicht bestätigen.

Mindestens drei Personen wurden verletzt. Laut Polizei werden 20 Fans überprüft, drei angebliche Rädelsführer wurden festgenommen. Aus Fankreisen erfuhr die APA, dass sich unter den Angreifern auch mit Stadionverbot belegte Mitglieder eines als besonders radikal bekannten, relativ jungen Fanclubs befanden.

Sportlich hatte die Wiener Austria die Nase vorn. Sie feierte einen souveränen 2:0-Heimsieg gegen Rapid. Rapid liegt in der Tabelle nun drei Punkte hinter der Austria - mehr dazu in sport.ORF.at.