Akademikerball: Strache wird hingehen

Während die Wogen um den Akademikerball in der Hofburg weiter hochgehen, erklärte FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, er werde den Ball besuchen. Über die Kritiker empörte er sich. Die Grünen forderten eine Absage des Balls.

FPÖ-Chef Heinz Christian Strache

APA/Roland Schlager

Strache zeigte sich über die Ballkritiker empört

Es handle sich um eine kulturelle, nicht um eine politische Veranstaltung, sagte Strache bei einer Pressekonferenz. Er selbst werde den seit vergangenem Jahr von der FPÖ ausgerichteten Akademikerball, der früher WKR-Ball hieß, heuer besuchen.

Über die Kritiker des Balls zeigte sich Strache empört. Er erklärte, die Ballbesucher nähmen als „Bürger ihre Bürgerrechte“ wahr, und wer dagegen zu „gewalttätigen“ Demonstrationen aufrufe, trete die demokratischen Grundrechte mit Füßen.

Grüne fordern Absage des Balls

Ganz anders sah das wenig überraschend der grüne Nationalratsabgeordnete Albert Steinhauser. Seiner Meinung nach rekrutierten sich die Ballgäste vor allem aus „rechtsextremen deutschnationalen Burschenschaften“. Nun sei die FPÖ gefordert, hier eine „Trennlinie“ zu ziehen und den Ball abzusagen.

Bildergalerie: Proteste vor einem Hotel der Hofburg-Gesellschaft

Zuvor hatten sechs KZ-Überlebende in einem offenen Brief an die Hofburg-Betriebsgesellschaft und die Regierung appelliert, die Hofburg nicht für den Ball zur Verfügung zu stellen. Knapp fiel das Statement der Hofburg-Betriebsgesellschaft zum offenen Brief aus: „Der Ball findet statt“, hieß es aus der Presseabteilung - mehr dazu in Akademikerball: Appell von KZ-Überlebenden (wien.ORF.at; 9.1.2014). Die Plattform „Jetzt Zeichen setzen!“ protestierte außerdem mit einem „Walk of Shame“ vor Hotels der Hofburg-Gesellschaft.

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