Kinder aus Traiskirchen nach Wien?

Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hat dem Innenministerium angeboten, alle unbegleiteten Kinder aus Traiskirchen zu übernehmen. Zudem könnte die Stadt zusätzliche Plätze für 150 Familien schaffen.

„Das ist mein Angebot und wir können das sofort nächste Woche erledigen. Bei den Kindern wollen wir schauen, dass wir sie noch vor dem Wochenende nach Wien bringen“, betonte Häupl gegenüber „Wien heute“. Laut Häupl handelt es sich in Summe um rund 500 Menschen. Diese könne man problemlos aufnehmen, so Häupl: „Angesichts dessen, dass wir jetzt schon mehr als 10.000 Flüchtlinge hier haben und 40.000 Flüchtlinge etwa im Bosnienkrieg hier hatten.“ Er verwies "auf die Erfahrungen und dass es in Wien keine „Zelte, keine Container und kein Chaos“ gebe.

Häupl: „Wir können das“

Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) im „Wien heute“-Interview über die Entscheidung weitere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen zu wollen.

Aus dem Innenministerium heißt es dazu, jeder Platz für Flüchtlinge der das Lager Traiskirchen entlaste, sei willkommen.

Häupl erneute Angebot zur Übernahme von Erdberg

Gleichzeitig erneuerte der Stadtchef seinen Vorschlag, die Verwaltung des großen Quartiers in Erdberg zu übernehmen. Hier gebe es nun entsprechende Verhandlungen, berichtete das Stadtoberhaupt - mehr dazu in Wien will Asylquartier Erdberg übernehmen (wien.ORF.at; 19.8.2015).

In der ehemaligen Zollamtsschule Erdberg befinden sich derzeit an die 500 Personen, rund die Hälfte davon minderjährige Asylwerber. Das Innenministerium zeigte sich zuletzt gesprächsbereit, betonte jedoch, dass die „Puffer“-Funktion für Traiskirchen nicht verloren gehen dürfe. Häupl versicherte, dass nicht daran gedacht sei, die Plätze in Erdberg zu reduzieren.

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