Hofer: „Trage keine Waffe in Hofburg“

Norbert Hofer ist am Donnerstag zu Gast bei Radio Wien gewesen. Der FPÖ-Hofburg-Kandidat sagte unter anderem, dass er keine Waffe in der Hofburg tragen möchte und überzeugt davon sei, dass bei dieser Wahl alles korrekt ablaufen werde.

Mit Pfefferminztee und dem Wunschhit „The Sound of Silence“ von Disturbed startete Hofer in die Sendung „Politiker zum Frühstück“ auf Radio Wien: „Ich liebe Simon & Garfunkel, aber die neue Version hat es mir besonders angetan.“ Hofer kann zwar Gitarre und ein bisschen Klavier spielen, rappen wie FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache möchte er aber nicht: „Ich glaube, das ist nicht das, was unbedingt gewünscht ist in Österreich.“

Sendungshinweis

Alexander Van der Bellen war am 23. November in der Radio-Wien-Sendung „Politiker zum Frühstück“ zu Gast - mehr dazu in Van der Bellen: „Hasspostings sind eine Seuche“.

Hofer will hoch nach oben

Der 45-jährige FPÖ-Kandidat wurde in der Steiermark geboren, wuchs aber in Pinkafeld im Südburgenland auf. Jetzt freut er sich schon auf den Wahltag am 4. Dezember. Irgendwann später möchte er sich einmal „richtig, richtig zurückziehen und irgendwo am Berg bei knisterndem Feuer und einem guten Buch die Zeit genießen“, so Hofer. Nach der Wahl möchte der gelernte Flugtechniker mit Pilotenschein außerdem den Tragschrauberschein machen, eine spezielle Pilotenlizenz.

Norbert Hofer bei Radio Wien

ORF

Peter Polevkovits und Norbert Hofer im Radio-Wien-Studio

„Fliegerei hat mich nach Wien gebracht“

Ein Bild, das Hofer mit Wien verbindet und das er für Radio Wien auf Papier brachte, zeigt ein kleines Flugzeug, genauer gesagt einen Doppeldecker in Wien-Schwechat. „Anfang der 90er Jahre hat mich die Begeisterung für die Fliegerei nach Wien gebracht“, sagt Hofer, der bei einer Wiener Fluggesellschaft arbeitete. Wenn nicht nur Flug-, sondern auch Zeitreisen möglich wären, dann würde Hofer gerne Jesus Christus treffen: „Das wär wohl eines der spannendsten Ereignisse. Ich würde nicht fragen, sondern nur zuhören.“

Hofers Flugzeug-Zeichnung

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Hofer: „Die Zeichnung wird wohl nicht den Eingang ins Louvre finden“

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Norbert Hofer spricht südburgenländischen Dialekt

Keine Waffe im Wahlkampf

Auf die Wordrap-Frage „Heinz-Christian Strache oder Norbert Hofer“ antwortet der BP-Kandidat „Bei dieser Wahl: Norbert Hofer.“ In manchen Beliebtheitsumfragen soll Hofer schon vor FPÖ-Parteichef Strache liegen. „Ja, aber das betrifft die Bundespräsidentenwahl - und er ist ein ganz hervorragender Parteiobmann. Man darf nicht vergessen, der Chef der größten Oppositionspartei agiert natürlich wesentlich akzentuierter als eine Person, die bei Präsidentschaftswahlen antritt“, so Hofer.

Hofer trägt derzeit seine „Glock“ nicht bei sich: „Ich dürfte sie tragen, aber ich kann ja im Wahlkampf nicht mit der Waffe herumlaufen. Das ist nicht klug.“ Auch in der Hofburg würde er sie nicht tragen: „Das ist auch verboten.“ In der Hofburg gibt es auch keine Küchen. Das möchte Hofer, der in seiner Zeit zwischen Matura und Militär als Küchenplaner arbeitete, ändern und „gleich eine planen“. Seine Zeit als Küchenplaner beschreibt er als „irrsinnig spannend. Da lernt man Menschen sehr gut kennen. Die besonders Gesackelten haben immer die günstigsten gekauft.“

Wordrap mit Nobert Hofer

Was sagt der Hofburg-Kandidat zu Stichwörtern wie „Polit-Chamäleon“, „Glock“, „Robby (Robert)“ und „Homoehe“?

„Das ist keine gescheite Frage“

Zu Gerüchten über die Gesundheit des Gegenkandidaten sagt Hofer: „Ich habe Alexander Van der Bellen gut kennengelernt im Laufe der Monate. Auf mich macht er einen sehr agilen Eindruck, und ich finde es auch wirklich schlimm, wenn man solche Gerüchte in die Welt setzt. So was tut man nicht.“

Norbert Hofer bei Radio Wien

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Sollte Hofer Präsident werden, möchte er Radio-Wien-Hörer in die Hofburg einladen

Auf die Frage, ob er die Wahl im Falle einer Niederlage erneut anfechten möchte, meint Hofer: „Das ist eigentlich keine wirklich gescheite Frage. Weil der Verfassungsgerichtshof entscheidet nicht aus Jux und Tollerei, sondern wenn es schwere Manipulationen und Rechtsbrüche gibt. Ich bin davon überzeugt, dass bei dieser Wahl alles in Ordnung sein wird.“

Hofer will nicht Wiener Bürgermeister werden

Im Interview mit dem Radio-Wien-Stadtjournal sagt Hofer, dass er im Fall einer Wahlniederlage nicht für die FPÖ in Wien als Bürgermeister kandidieren wolle. Das solle ein in Wien Aufgewachsener machen. Im Übrigen werde er sich nicht in die Landespolitik einmischen und etwa auch die bei manchen umstrittene Sonja Wehsely (SPÖ) als Landeshauptfrau oder Ministerin angeloben.

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Das politische Interview: Norbert Hofer im Gespräch mit Radio-Wien-Redakteur Florian Katzinger

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