Kapuzinerkresse ist Arzneipflanze 2013

Die deutsche Universität Würzburg hat die Kapuzinerkresse zur Arzneipflanze des Jahres 2013 ernannt. „Radio Wien“- Gesundheitsexperte Hademar Bankhofer zu den besonderen Eigenschaften der Zier-, Heil- und Gewürzpflanze.

Zur Arzneipflanze des Jahres wählt der Studienkreis der Uni Würzburg Pflanzen, die eine Heilpflanze sein muss, die heute nach wie vor in der Naturmedizin anerkannt ist und zu der es auch wissenschaftliche Studien gibt. All das trifft auf die Kapuzinerkresse zu.

Kapuzinerkresse

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Essbare Blüten und Blätter

„Die Kapuzinerkresse ist für uns heute eine Zierpflanze, eine Gewürzpflanze und eine Heilpflanze“, so Bankhofer. Sie stammt ursprünglich aus den Anden in Peru sowie aus Bolivien, wurde aber auch in den kühleren Regionen von Mittel- und Südamerika angebaut. Im 16. Jahrhundert ist sie so wie Erdäpfel, Paradeiser und Mais nach Europa gebracht und vorerst in den Klostergärten angebaut worden.

Die Kapuzinerkresse fasziniert durch ihre gelben, orangen oder roten Blüten. Den Namen hat man der Pflanze übrigens gegeben, weil die Blüten den Kapuzen von Mönchen ähnlich sind.

Kapuzinerkresse-Butter

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Kapuzinerkresse-Butter

Sowohl die Blüten als auch die Blätter sind essbar. Sie haben ein angenehm scharf-würziges Aroma. Die pfeffrig-scharfen Blätter schmecken köstlich, wenn man sie wäscht, ganz klein und fein hackt und aufs Butterbrot streut, in den Häuptelsalat mischt und Kräutersoßen damit würzt. Die Kapuzinerkresse kann auch in Topfen eingerührt werden oder in Omelettes verarbeitet werden. Mit den Blättern kann man Salate, belegte Brötchen sowie Suppen garnieren.

Antibakterielle Wirkung

Alle Pflanzenteile der Kapuziner-Kresse enthalten nicht nur reichlich Vitamin C, sondern in erster Linie sogenannte Glucosinolate. Diese sind für den scharfen Geschmack verantwortlich. Sie werden im Körper des Menschen zu Senfölen umgewandelt, die antibakteriell und entzündungshemmend wirken, aber auch die Durchblutung fördern.

Daher kann die Kapuzinerkresse bei einer Reihe von gesundheitlichen Problemen eingesetzt werden:

  • Sie ist hilfreich bei Erkältungen und speziell bei Infektionen der Atemwege. Sie kann daher auch erfolgreich bei Husten eingesetzt werden.
  • Sie hat einen positiven Einfluss auf Entzündungen der Harnwege.
  • Sie wirkt auf den gesamten Organismus stärkend und kräftigend. Hauptsächlich wird die Kapuzinerkresse heute zu Naturarzneien gegen Erkältungen und Entzündungen der Harnwege verarbeitet. Sie gilt auf diesem Gebiet als eine der wirksamsten Heilpflanzen.

Stärkt die körpereigene Abwehr

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 5. Februar 2013

Vorbeugend macht es Sinn, die Kapuzinerkresse in Erkältungszeiten öfter in den Speiseplan einzubauen. Man kann aus den getrockneten Blättern und Blüten auch einen Kräutertee zubereiten, der die körpereigene Abwehr stärkt.

Interessant dabei ist, dass die Wirkstoffe der Kapuzinerkresse, die als natürliches Antibiotikum wirken, nur die schädlichen, krankmachenden Bakterien angreifen, nicht aber die gesunde, normale Darmflora. Zudem sind keine allergischen Reaktionen nachweisbar.