Gruft soll ausgebaut werden

Die Obdachloseneinrichtung Gruft der Caritas unter der Barnabitenkirche in Mariahilf soll vergrößert werden. Das berichtet der „Kurier“. Widerstand kommt demnach von einer Bürgerinitiative, die sich um eine der letzten Grünoasen des Bezirks sorgt.

„Nach 25 Jahren nagt der Zahn der Zeit an der Einrichtung unterhalb der Barnabitenkirche“, wird in dem Bericht Klaus Schwertner, Sprecher der Caritas, zitiert. Es gebe dringenden Handlungsbedarf. Außerdem sei die Zahl der Essensausgaben im Vorjahr stark angestiegen. Laut dem Bericht wurden im Vorjahr 87.670 Mahlzeiten ausgegeben, 2009 waren es noch 82.690.

Ein eingeschoßiger Neubau soll bis zum Jahr 2013 im Pfarrhof der Kirche errichtet werden. Damit soll mehr Platz für Obdachlose geschaffen werden. Die Caritas bietet ihnen in der Gruft warmes Essen, einen Schlafplatz und Duschmöglichkeiten.

Obdachlose in der Gruft
APA/Roland Schlager

Zehn Bäume sollen gefällt werden

Der Neubau soll laut „Kurier“ als Tageszentrum genutzt werden. In der Gruft sollen die Menschen weiter übernachten. Für den Neubau wurden bereits Probebohrungen durchgeführt. Der Plan der Caritas stößt aber bei einer Bürgerinitiative auf wenig Gegenliebe.

Die Initiative „Rettet die Pfarrhofbäume“ habe sich bereits in einem Offenen Brief an Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und an Kardinal Christoph Schönborn gewandt. „Laut den derzeitigen Plänen würden alle zehn Bäume, die jetzt im Hof stehen, dem Projekt zum Opfer fallen“, wird Anrainer und Architekt Günter Lautner zitiert.

Grüne gehen von Kompromiss aus

Die stv. Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Susanne Jerusalem (Grüne), verwies in einer Aussendung darauf, dass sie von einem Kompromiss ausgehe. Sie erwarte einen Plan, „der sowohl die ökologischen als auch die sozialen Interessen unter einen Hut bringen wird“. Neben einem alternativen Bauvorschlag vonseiten der Bürgerinitiative habe die Caritas bereits Bereitschaft signalisiert, ihre Pläne noch einmal zu überarbeiten.

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