Ausbau der Gruft fixiert

Der zunächst umstrittene Ausbau des Obdachlosenzentrums Gruft in Mariahilf ist nun fix. Die Caritas einigte sich am Donnerstag mit den Anrainern. Diese hatten zunächst protestiert, weil acht Bäume gefällt werden sollten.

Im Innenhof der Barnabitenkirche in Mariahilf wird ein neues Tageszentrum errichtet. Statt wie zunächst geplant acht werden nun nur zwei Bäume gefällt. Zwei kleine Bäume werden umgesetzt. Das neue Tageszentrum soll in eineinhalb Jahren fertig sein. Die Einigung sei im Rahmen von Gesprächen mit Vertretern der Initiative und der Pfarre erzielt worden, berichtete Caritas-Projektleiterin Bettina Schörgenhofer.

Ein Baum werde mittels eines Atriums sogar ins Gebäude integriert, auch die Begrünung des Dachs sei vorgesehen, wurde betont. Die Einigung hatte sich schon vor Weihnachten abgezeichnet. „Möglichst viel Grün soll erhalten bleiben“, hatte ein Sprecher der Caritas erklärt - mehr dazu in Kompromiss um Ausbau der Gruft.

Obdachlose in der Caritas-Einrichtung Gruft
APA/Georg Hochmuth
Das Tageszentrum in der Gruft wird bis 2013 errichtet

Platzproblem immer größer

Der Zubau ist laut Caritas dringend notwendig, denn das Platzproblem in der Gruft wird immer größer. In dem einen Kellerraum wird gegessen, gekocht und auch geschlafen. Die Hälfte des jährlichen Budgets für die Gruft schießt die Stadt Wien zu. Der Rest muss über Spenden aufgetrieben werden.

Die Gruft war im Advent 1986 von Pater Albert Gabriel, Pfarrer der Barnabitenkirche, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Amerling-Gymnasiums gegründet worden. In der Anfangszeit stand die Unterkunft den Obdachlosen zwei Stunden täglich offen.

Seit 1994 ist die Gruft mit Unterstützung der Stadt Wien rund um die Uhr geöffnet. Im Juli 1996 übernahm die Caritas der Erzdiözese Wien die Trägerschaft der Gruft.

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