Weniger Müll dank Waste Watcher

Seit vier Jahren werden in Wien Müllsünder durch die Waste Watcher bestraft. Die Bilanz der mittlerweile 50 Personen umfassenden Truppe ist positiv, die illegalen Müllablagerungen sind demnach deutlich zurückgegangen.

Eine Hundebesitzerin am Handelskai, die die Hinterlassenschaft ihres Tieres nicht wegräumt - ein Mann, der auf einem Spielplatz einen Zigarettenstummel wegwirft - und eine Autolenkerin, die in der Eichenstraße eine brennende Zigarette in hohem Bogen aus dem Fenster wirft. Drei Beispiele für den Einsatz der Wiener Müll-Sheriffs: Alle drei Mistsünder wurden erwischt und mussten nach einer Anzeige über 200 Euro zahlen, weil sie uneinsichtig waren.

Wiener Waste Watcher bei Kontrolle - gestellte Szene
APA/PID/C.Fürthner
Die Waste Watcher sollen unter anderem bei mitgenommen Einkaufswagen strafen (gestellte Szene)

2.000 Anzeigen im Vorjahr

Fast 2.000 mal haben die Waste Watcher im Vorjahr Anzeige erstattet - und über 3.600 Strafmandate ausgestellt, diese kosten 36 Euro. Der erfreuliche Effekt laut Stadt Wien: die Zahl der illegalen Ablagerungen ging deutlich zurück. Im Vierjahresvergleich seit 2008 gibt es demnach um ein Drittel weniger Sperrmüll auf der Straße (und sogar um fast 50 Prozent weniger unerlaubt entsorgte Kühlschränke). Die Einnahmen aus den Strafen fließen zweckgebunden in weitere Sauberkeitsmaßnahmen.

Wie Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) bei der Präsentation der Bilanz für 2010 betonte, sind die Waste Watcher in der Bevölkerung sehr beliebt. 87 Prozent der Wiener würden ihre Arbeit unterstützen, nur sechs Prozent lehnen diese ab.

Die Waste Watcher sind seit Februar 2008 im Einsatz. Illegaler Sperrmüll, herrenlose Einkaufswagen und Hundekot waren die drei Problembereiche, um die sich die Waste Watcher besonders kümmern sollten.

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