Stephansplatz ohne neues Pflaster

„Bitte warten“ heißt es weiter für die Sanierung des Stephansplatzes. Durch den geplanten Neubau der Dombauhütte kam es im Vorjahr zu Verzögerungen, jetzt wurde die Bodenbelag-Sanierung vorerst ganz abgesagt.

Seit einigen Wochen werden wieder grundsätzliche Verhandlungen darüber geführt, wie die Sanierung durchgeführt werden soll. Dabei geht es vor allem um den Bodenbelag. Die Frage ist, ob von Grund auf erneuert wird oder nur die kaputten Stellen repariert werden.

Stephansplatz
ORF.at/Michael Baldauf
Wird von Grund auf saniert oder nur kaputte Stellen saniert: Das ist die Frage

Umsetzung kann noch lange dauern

Von Seiten der für den Straßenbau zuständigen Magistratsabteilung hieß es gegenüber Radio Wien, wenn man einen so wichtigen Platz wie den Stephansplatz saniert, dann sollte das ordentlich und von Grund auf gemacht werden. Die Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (ÖVP) allerdings sagt, es gehe natürlich auch um das Geld. Sie könne maximal zehn Prozent der Kosten übernehmen.

Einigkeit herrscht allerdings darüber, dass heuer sicher nicht mehr mit einer Sanierung zu rechnen ist. Manche sprechen sogar davon, dass es noch einige Jahre dauern könnte bis es soweit ist und die Pflastersteine ausgetauscht werden.

Konflikte rund um Neugestaltung der Dombauhütte

Keine einheitliche Linie gab es zuletzt auch im Zuge der Neugestaltung der Dombauhütte. Die umstrittenen Pläne, die vom Verein „Unser Stephansdom“ in Abstimmung mit dem Domkapitel entwickelt wurden, sahen zwischen Nordfassade und Erzbischöflichem Palais die Errichtung eines unterirdischen Besucherzentrums mit Shop, Cafe, Lift und Domzugang vor. Die alte Dombauhütte - sie steht seit Jahrzehnten neben dem Dom - sollte ebenfalls unter der Erde stationiert werden. Rund zwölf Millionen Euro sollte das Vorhaben kosten.

Seit Bekanntwerden des Projekts im jahr 2009 meldeten die Wiener Grünen massiven Protest an. Kritische Töne aufgrund des hohen finanziellen Aufwands kamen bald auch von Kardinal Christoph Schönborn, der dem Vorhaben schließlich im Vorjahr eine Absage erteilte.

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