Elektrobusse ab 2013 in der City

Den neuen Elektrobus haben heute die Wiener Linien präsentiert. Ausschließlich mit Strom betrieben soll er auf den Linien 2A und 3A ab 2013 durch die Innenstadt fahren. Insgesamt bestellten die Wiener Linien zwölf Stück des „ElectriCitybusses“.

Erste Testfahrten gab es 2011, am Montag stellten die Wiener Linien den ersten der neuen Elektrobusse der Öffentlichkeit vor. Ausschließlich mit Strom angetrieben werden die Busse künftig an den Endstellen der Linien 2A und 3A aufgeladen. Dafür muss ein Stromabnehmer auf dem Dach ausgefahren werden. „Es wird einen Bus mehr auf der Linie geben. Der Fahrer wechselt an der Endstelle in den Vorderbus. Sein Bus steht für die Zwischenladung 15 Minuten an der Endstelle“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Video: „Wien heute“ war bei der Präsentation dabei.

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Electricitybus
APA/Roland Schlager

Keine praktikable Lösung für große Busse

Neben den Zwischenladungen an den Endstellen an Schwarzenbergplatz und Schottenring werden die Akkus der Busse auch noch über Nacht langsamer und damit schonender aufgeladen. Zudem wird auch beim Bremsen entstehende Energie in die Akkus geleitet. Die Reichweite der Busse beträgt somit laut Wiener Linien 150 Kilometer. Heizung und Klimaanlage werden ebenfalls mit Strom betrieben - mehr dazu in Elektrobusse für Wiener Innenstadt.

Das offiziell „ElectriCitybus“ genannte Fahrzeug weist unter anderem als Besonderheit auf, dass erstmalig das Ladegerät im Bus selbst eingebaut ist. Hergestellt von Siemens und der italienischen Firma Rampini bietet der 7,72 Meter lange und 2,20 Meter breite Niederflurbus Platz für 44 Fahrgäste. Laut Wiener Linien ist der Elektroantrieb für Busse dieser Dimension im Betrieb auf kurzen Strecken die „fortschrittlichste Alternative zu gängigen Technologien“. Für längere Strecken und größere Busse stelle die E-Mobilität allerdings noch keine praktikable Lösung dar.

Freude mit E-Bussen, Ärger über Routen

Mit Anfang 2013 soll die erste Buslinie komplett auf die neuen Busse umgestellt sein. Bis zum Sommer 2013 sollen dann auf beiden Linien nur noch Elektrobusse fahren. Das begrüßen die Grünen, kritisieren aber, dass es keinen ökologischen Nutzen geben werde. Die ehemals beliebten City-Durchquerungen vom Schwedenplatz nach Mariahilf (2A) und vom Ringturm zum Schwarzenbergplatz (3A) gebe es nicht mehr, weil die Fußgängerzone vom Graben zur Bognergasse erweitert werde, so Alexander Hirschenhauser von den Grünen Innere Stadt.

Die neuen Routen seien „unbrauchbare Kurzrouten“, betonte auch die Bürgerinitiative Rudolfsplatz. Beide setzen sich dafür ein, die neuen Busse wieder entlang der alten Route fahren zu lassen - mehr dazu in Fußgängerzone ab 2013 verlängert.

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