Nächster Schritt für neue Mariahilfer Straße

Es ist geschafft: Der Befragungstext für das Anrainervotum hinsichtlich künftiger Querungsmöglichkeiten der Mariahilfer Straße ist fertig. Fix ist nun auch, dass die Buslinie 2A ihre Route beibehält.

„Die Fragebögen gehen nächste Woche raus“, sagte die Mariahilfer Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann (SPÖ) am Donnerstagnachmittag. Den genauen Wortlaut der Fragestellung wollte Kaufmann nicht verraten. Dies vor der Versendung der Stimmzettel zu tun, „wäre unfair gegenüber den Anrainern“, so ihr Argument.

Keine Bezirksergebnisse

Fest steht jedenfalls, dass zwei Fragen am Papier stehen werden. Die Anwohner der entsprechenden Straßenzüge können einerseits über die Querungsoption im Bereich Webgasse/Schottenfeldgasse, andererseits im Bereich Otto-Bauer-Gasse/Zieglergasse entscheiden. Denn beide Kreuzungen liegen eigentlich in jenem „Mahü“-Abschnitt, der bald für den Autoverkehr gesperrt sein wird.

Mariahilfer Straße
APA/ Herbert Pfarrhofer

Der exakte Zeitplan, wann die ausgeschickten Kuverts retourniert werden müssen bzw. ein Endergebnis feststeht, gebe es noch nicht, so Kaufmann. Fix ist, dass die Resultate nicht bezirksweise in Mariahilf und Neubau ausgezählt, sondern zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt werden.

Nicht abgefragt wird - anders als ursprünglich geplant - eine Änderung des Streckenverlaufs der Buslinie 2A. Denn der 2A kann auch nach der Umgestaltung der Shoppingmeile seine jetzige Route beibehalten, hieß es.

Wirtschaftskammer macht eigene Umfrage

Miteingebunden in die Verhandlungen war auch die Wirtschaftskammer. Ein Kompromiss konnte allerdings nicht gefunden werden. Sie wird allerdings ihre angekündigte eigene Befragung zur Mariahilfer Straße Neu ebenfalls bereits nächste Woche starten. Dabei werden alle mehr als 9.000 Unternehmer in den beiden betroffenen Bezirken Mariahilf und Neubau um ihre Meinung gebeten, kündigte Kammerpräsidentin Brigitte Jank an.

Ziel sei es, ein realistisches Bild über die Einstellung der Betriebe zu den Verkehrsberuhigungsplänen auf der „Mahü“ zu gewinnen. Denn die Meinung der Unternehmer würden von Stadt und Bezirken ignoriert, lediglich ein kleiner Kreis von Anwohner könne mitentscheiden, so der Tenor. Das Ergebnis der Kammer-Umfrage soll noch im Februar vorliegen.

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