Petition gegen Mariahilfer Straße Neu

Die Wiener ÖVP startet im Kampf gegen die Pläne einer so gut wie autofreien Mariahilfer Straße eine Petition. Die Briefe gehen an alle Bewohner von Mariahilf und Neubau. Ab 500 Unterschriften muss sich ein Ausschuss mit dem Thema beschäftigen.

Mit der Petition soll der Druck auf Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) erhöht werden, doch noch über das Gesamtprojekt abstimmen zu lassen. An rund 30.000 Haushalte in Mariahilf und Neubau werden die Briefe verschickt.

ÖVP ortet massive Proteste

Man versuche auf allen Ebenen, den Bürgern doch noch zu ihrem Recht zu verhelfen, bestätigte man bei der ÖVP einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung „Die Presse“. Denn die Beschwerden der Bürger seien massiv gewesen, so die Begründung. Man wolle man drei bis vier Wochen sammeln, um möglichst viele Unterstützungserklärungen zu sammeln, so die ÖVP.

Der Petitionstext lautet insofern: "Über die geplante Neugestaltung der Mariahilfer Straße (Fußgängerzone, etc.) soll die gesamte Bezirksbevölkerung des 6. und 7. Wiener Gemeindebezirks befragt werden.“

Mariahilfer Straße
APA/ Herbert Pfarrhofer
Neuorganisation der Mariahilfer Straße sorgt seit Monaten für Diskussionen

Abstimmung nur über zwei Querungen

Nach jetzigem Stand ist der Rahmenplan zur Neugestaltung der Mariahilfer Straße, deren Verlauf innerhalb des Gürtels künftig großteils für den Autoverkehr gesperrt wird, bereits unter Dach und Fach. Abstimmen konnten die Anrainer lediglich über zwei Querungen. Das Ergebnis der Befragung soll am kommenden Mittwoch vorliegen.

Bei einer Umfrage der Wirtschaftskammer zur Mariahilfer Straße hatte sich unterdessen die Mehrheit der Betriebe gegen Fahrverbot und autofreie Zone ausgesprochen. 9.000 Unternehmer wurden angeschrieben, 13 Prozent nahmen teil - mehr dazu in Umfrage: Betriebe gegen Fahrverbot.

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