Neue Routen für Innenstadt-Busse

Nach langen Diskussionen steht die neue Linienführung für die City-Busse 1A, 2A und 3A fest. Ab 1. Juli werden alle drei Linien den Stephansplatz anfahren. Die Bezirksvorstehung wollte eine bessere Durchquerung der Innenstadt erreichen.

Mit dem Stephansplatz als neuem zentralen Knotenpunkt für alle City-Busse sehen sowohl Bezirk als auch Wiener Linien eine bessere Verbindung, da die Anrainer nun seltener umsteigen müssen.

Bus fährt am Wiener Stephansplatz
ORF
Bus am Stephansplatz

Nach monatelangen Verhandlungen sprach Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (ÖVP) von einer „Lösung, die sich sehen lassen kann“. Alle wesentlichen Forderungen der Anrainer seien erfüllt worden.

Änderungen durch „Goldenes Quartier“

Der Auslöser für die Debatte über die City-Linien war die Baustelle rund um das „Goldene Quartier“, wodurch Anfang 2012 geringe Streckenverlegungen erforderlich wurden. Diese nahmen die Wiener Linien kurz darauf zum Anlass, gleich größere Änderungen im City-Bus-System durchzuführen - was viel Kritik von der Bezirksvorstehung und den Anrainern nach sich zog. Vor allem das nun vermehrt nötige Umsteigen zog Ärger nach sich - mehr dazu in Fußgängerzone ab 2013 verlängert (wien.ORF.at; 28.10.2011).

Keine Durchfahrt in der Hofburg

Der 1A verkehrt künftig nur noch zwischen Schottentor und Stephansplatz. Die bisherige 1A-Schleife vom Stephansplatz über die Wollzeile zum Stubentor wandert zum 3A, dessen Route ansonsten nur minimal adaptiert wird. Damit wird eine neue direkte Verbindung zwischen Schottenring und Stubentor geschaffen.

Die meisten Änderungen stehen bei der Linie 2A bevor. Dieser fährt ausgehend vom Schwarzenbergplatz wie bisher zum Michaelerplatz. Dann biegt der Bus allerdings nicht Richtung Hofburg ab, sondern schlängelt sich über Habsburgergasse, Stephansplatz und Rotenturmstraße zum Schwedenplatz/Kai und mündet dann über den Rudolfsplatz und die Herrengasse beim Michaelerplatz wieder in den jetzigen Verlauf.

Der 2A Neu fährt somit nicht mehr durch die Hofburg und Richtung Neubau. Stattdessen wird der Abschnitt zwischen Ring und Kirchengasse ab Juli als eigene Linie 2B geführt. Eine direkte Umsteigemöglichkeit zwischen City-Linien und 2B gibt es allerdings nicht, da die Hofburg gar nicht mehr angefahren wird.

Kein Zusatzaufwand durch neue Routen

Laut Robert Pribila, bei den Wiener Linien für den Busbetrieb zuständig, werden die Neo-Routen keinen Zusatzaufwand bedeuten. Man arbeite fahrzeug- und personalneutral, wurde versichert.

Mit Inkrafttreten der neuen Linien wollen die Verkehrsbetriebe auch die gesamte Flotte von 2A und 3A auf kleine Elektrobusse umgestellt haben. Die 1A-Strecke wird indes von zwölf Meter langen Flüssiggas-Bussen bedient - mehr dazu in Elektrobusse ab 2013 in der City (wien.ORF.at; 10.9.2012).

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