Mariahilfer Straße: Sperre vor FUZO

Am Freitag startet der Testbetrieb zur Fußgängerzone Mariahilfer Straße. Von Mittwochabend bis Freitagfrüh gibt es deshalb eine Sperre für den Kfz-Verkehr. Die Busfahrer der Linie 13A wollen nur mit Einschränkung durch die Fußgängerzone fahren.

Von Mittwoch, 14. August ab 20.00 Uhr bis Freitag, 16. August, 6.00 Uhr wird in der Mariahilfer Straße zwischen Kaiserstraße und Museumsplatz kein Kfz-Verkehr erlaubt sein. In dieser Zeit werden die für die Verkehrsberuhigung notwendigen Bodenmarkierungen gezeichnet sowie Verkehrszeichen aufgestellt. Ab Mittwoch um 20.00 Uhr gilt auch ein Parkverbot im betroffenen Bereich, Kfz müssen bis dahin umgestellt werden.

Mariahilfer Straße
ORF
Die Mariahilfer Straße wird von Mittwochabend bis Freitagfrüh schon autofrei

Weiter Bedenken der Busfahrer

Ausgenommen von der Kfz-Sperre zwischen Getreidemarkt und Kaiserstraße wird die Buslinie 13A. Die Arbeiten werden so organisiert, dass die Busse durchgehend fahren können. Allerdings gibt es von den Busfahrern weiterhin Bedenken gegen die neue Regelung in der Mariahilfer Straße.

„Wir werden ausfahren. Aber wenn es dort zu gefährlich ist, dann stellen wir wieder ein“, droht Wiener-Linien-Betriebsrat Leopold Wurm einige Tage vor dem Start der neuen, verkehrsberuhigten Mariahilfer Straße. Er fordert ausreichende Abgrenzungen zu den Fußgängern auf der Busroute. Die geplante rot eingefärbte Spur für den 13A in der Fußgängerzone sei zu wenig, so Wurm. „Ich möchte keinen Lenker einer Gefahr ausgesetzt wissen.“

Bauliche Abgrenzungen gefordert

Er verstehe auch nicht, warum an den Einkaufssamstagen vor Weihnachten der Betrieb des Busses auf der Mariahilfer Straße eingestellt wurde, weil es zu gefährlich sei - und jetzt nicht. „Vier Tage im Jahr ist zu gefährlich und 365 Tage ist nicht zu gefährlich? Das kann mir keiner erklären“, schäumt der kämpferische Betriebsrat. Wurm fürchtet, dass die Busfahrer mit den Menschenmengen überfordert sein werden.

Er pocht auf bauliche Abgrenzungen der Busspur in der Fußgängerzone, zumindest alle paar Meter sollten Ketten hängen. Eisensteher wären bereits überall vorhanden. Reichen würden auch Blumentröge oder Sitzbänke.

Skizze für Umgestaltung der Mariahilfer Straße
Stadt Wien
Die Busspur dürfen die Fußgänger nur queren

Verkehrsstadträtin: Sitzbänke und Absperrbügel

Im Büro der Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) wird darauf verwiesen, dass es einen Absperrbügel im Schwenkbereich des Busses gebe und auch Sitzbänke aufgestellt seien - mehr dazu in Neue Sitzmöbel für Mariahilfer Straße. Wie das konkret ausschaut und ob die Busfahrer damit zufrieden sein werden, wird sich letztlich aber erst am 16. August zeigen.

Neue Routen für Nachtbus und 2B

Eine neue Streckenführung wegen der Fußgängerzone bekommt die Buslinie 2B. Sie wird künftig von der Kirchengasse und der Burggasse zum Ring geführt und nicht wie bisher stadteinwärts über die Mariahilfer Straße. Auch der Nachtbus N 49 fährt künftig nicht mehr über die Mariahilfer Straße, sondern auf der Trasse der Straßenbahnlinie 49.

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