Wieder neue Strecke für 13A

Die Teilung der Buslinie 13A an Samstagen wird beendet, die Wiener Linien präsentierten für den nächsten Samstag eine neue Route. Eine Facebook-Initiative gegen die neue Verkehrsregelung in der Mariahilfer Straße hat mehr als 2.500 Unterstützer.

Die neue Route des 13A führt an diesem Samstag ab der Haltestelle Neubaugasse über die Schadekgasse, die Gumpendorfer Straße, den Getreidemarkt, die Museumstraße, die Neustiftgasse und die Kellermanngasse. Haltestellen gibt es auf der Ausweichstrecke nicht. Die Änderung gilt zwischen 9.00 Uhr und 19.00 Uhr. In den Morgenstunden sowie am Abend wird der Bus wie bisher durch die Mariahilfer Straße geführt.

Was an den darauffolgenden Samstagen geschieht, ist noch offen. Man werde sich die Umleitungs-Lösung genau ansehen und dann entscheiden, betonte ein Sprecher der Wiener Linien. Die Teilung der Linie hat es damit nur an einem Samstag gegeben - mehr dazu in Mariahilfer Straße: Premiere für geteilten 13A.

Bus der Linie 13A in der Mariahilfer Straße
ORF
An diesem Samstag wird die Linie 13A die Busspur zwischen 9.00 und 19.00 Uhr nicht benützen

Noch keine endgültige Variante

An einer generellen neuen Route des 13A wird weiter gearbeitet. Das Ziel ist, dass die Fußgängerzone nicht mehr befahren, sondern nur mehr gequert wird. Die nun vereinbarte großräumige Umleitung wird wohl nicht die neue Strecke werden, hieß es bei den Wiener Linien. Denn man wolle den 7. Bezirk weiterhin mit dem 13A erschließen, was bei der Umleitung nicht der Fall sei.

Im Rathaus wurde die Entscheidung der Wiener Linien, die Buslinie 13A am kommenden Samstag umzuleiten, mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen: Man sei sehr erfreut, dass die Linie nicht geteilt wird, betonte ein Sprecher von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne). Es habe „intensive Gespräche“ mit den Verkehrsbetrieben dazu gegeben.

Facebook-Protest von Anrainern gegen Fußgängerzone Mariahilfer Straße
ORF
Auf Facebook haben sich schon mehr als 2.500 Personen gegen die neue Verkehrsregelung geäußert

Protest im Internet

Die Initiatoren einer Facebook-Initiative gegen die neue Verkehrsregelung in der Mariahilfer Straße wiederholten ihre Kritik am Dienstag in einer Pressekonferenz. „Wir sind keine Autofetischisten und auch nicht generell gegen Fußgängerzonen“, stellte Andreas Wimmer von der Bürgerinitiative klar.

Wimmer wohnt seit 25 Jahren in der Burggasse und leidet jetzt unter dem Verkehrschaos: „Auf der Mariahilfer Straße gibt es viele Geschäfte und Büros, aber seit einer Woche gibt es Dauerstaus in der Burggasse, der Stollgasse, der Seidengasse oder der Lindengasse. Das verstehe ich nicht: Dort wo kein Mensch ist, wird verkehrsberuhigt und dort wo die Menschen wohnen, werden die Autos hingeleitet.“

Initiator Christian Weissinger verlangte am Dienstag, dass in der Mariahilfer Straße alles so werden soll wie vorher: „Aber bitte in beide Richtungen, dass man mit Autos wieder durchfahren kann.“ Zudem ärgerte er sich, dass „niemand vor dem Umbau befragt worden ist“. Beide Initiatoren betonten, dass sie überparteilich agieren - sagten aber auch, dass sie von der ÖVP Unterstützung bekommen. Die Bürgerinitiative hat zwar nur fünf Mitglieder, auf Facebook haben aber schon mehr als 2.500 Personen den Protest unterstützt.

Opposition will Sondersitzungen

Auch der politische Protest gegen die Umgestaltung der inneren Mariahilfer Straße reißt nicht. Die Oppositionsparteien im Wiener Gemeinderat haben Sondersitzungen angekündigt - mehr dazu in Mariahilfer Straße: Opposition will Sondersitzungen.

Die Bezirksvorsteher von Neubau und Mariahilf, Thomas Blimlinger (Grüne) und Renate Kaufmann (SPÖ), setzen sich für die Fußgängerzone einsetzen und baten unter anderem beim „Wien heute“-Stadtgespräch in der Vorwoche um Geduld: „Seriöserweise kann man in vier Wochen sehen, wo man verändern muss und wo es gut funktioniert“, sagte Kaufmann.

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