Keine Durchfahrt auf Gumpendorfer Straße?

Auf der Gumpendorfer Straße wird wegen der neuen Mariahilfer Straße das Verkehrsaufkommen neu evaluiert, um dann über Maßnahmen zu entscheiden. Eine Möglichkeit: Die Straße wird für die Durchfahrt praktisch gesperrt.

Seit die Mariahilfer Straße zur Fuß- und Begegnungszone umgewandelt wurde, benutzen offenbar viele Autofahrer die Gumpendorfer Straße, um vom Gürtel auf den Ring zu kommen. Anrainer beschweren sich, dass die Verkehrsbelastung „auf ein unerträgliches Maß“ gestiegen sei, berichtet die Tageszeitung „Die Presse“.

Kleiner Teil als Einbahn?

Jetzt soll gehandelt werden, heißt es in dem Bericht. Ein kleiner Teil der Gumpendorfer Straße im Bereich des Apollo-Kinos soll zu einer Einbahn umgewandelt werden, wird die Vize-Chefin des sechsten Bezirks, die Grüne Susanne Jerusalem, in dem Bericht zitiert. Der Durchzugsverkehr würde dadurch in ein Einbahnsystem geleitet. Jerusalem wolle die Autofahrer „zwingen, entweder ihr Fahrzeug zu Hause stehen zu lassen oder den Bezirk großräumig zu umfahren: „Denn die Autofahrer werden keine rasend tollen Möglichkeiten finden, hier auszuweichen“, so Jerusalem.

„Im Moment keine derartigen Pläne“

Gegenüber wien.ORF.at relativierte die Bezirkspolitikerin den Bericht. Die Stadt Wien, also Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou, habe im Moment keine derartigen Pläne. Derzeit werde auf der Gumpendorfer Straße die Verkehrsentwicklung seit Einführung der Fußgängerzone auf der Mariahilfer Straße geprüft. Sollte das Verkehrsaufkommen gestiegen sein, werde erst dann über weitere Maßnahmen auf der Gumpendorfer Straße entschieden. Eine Möglichkeit, die von Experten genannt wurde, sei die neue Einbahnregelung.

Gumpendorfer Straße
ORF
Mehr oder weniger Verkehr auf der Gumpendorfer Straße?

Hintergrund der Debatte ist eine Befragung, die die Gebietsbetreuung noch vor der Probephase auf der Mariahilfer Straße durchführen ließ. Die Anrainer sprachen sich damals an erster Stelle für eine Verkehrsberuhigung aus. „Jetzt bekomme ich sehr widersprüchliche Mails von den Anrainern“, sagt Jerusalem. Manche würden sich über mehr Vekehr beschweren, andere das Gegenteil sagen. „Man kann jetzt daher noch nichts Konkretes sagen, sondern muss das Ergebnis der Verkehrszählung abwarten.“

Bezirksvorsteherin vorsichtig

Die Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Renate Kaufmann (SPÖ) sei ebenfalls für die Verkehrszählung, zeige sich aber wegen der Einbahnregelung noch vorsichtig, heißt es in dem Bericht der „Presse“. Der Verkehrssprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch, sagte am Freitag, dass eine Einbahnregelung in der Gumpendorfer Straße von den Grünen „nie angedacht worden sei.“ Es bleibe weiterhin bei der Tempo-30-Regelung in der Gumpendorfer Straße, so Maresch in einer Aussendung.

Neuer Vorschlag für 13A-Route

Auch die Diskussionen um den 13A gehen weiter. Am Montag machte Wirtschaftskammerpräsidentin und ÖVP-Spitzenkandidatin Brigitte Jank ihren Vorschlag. Sie will den Bus durch die Begegnungszone in der Mariahilfer Straße fahren lassen. Die Wiener Linien halten von dem Vorschlag wenig und bevorzugen eine Querung - mehr dazu in Jank mit eigener Idee für 13A.

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