Kritik an Subventionen für „Wienwoche“

Heute startet die zweite von den Grünen initiierte „Wienwoche“. Schon im Vorfeld hat es Diskussionen rund um Programmpunkte wie „Wahlwexel jetzt“ oder das „Rebelodrome“ der „Perversen Partei Österreichs (PPÖ)“ gegeben. Vor allem die Höhe der Subvention wird kritisiert.

„Eines der Ziele der ‚Wienwoche‘ ist, die gesellschaftlichen und kulturellen Handlungsräume zu hinterfragen, zu fördern und auch auszubauen“, erklärte Radostina Patulova, Kulturwissenschafterin und Mitglied des künstlerischen Leitungsteams des Projekts. Die „Wienwoche“ ist ein Kulturprojekt, das heuer zum zweiten Mal stattfindet und von den Grünen initiiert wurde. Die „Wienwoche“ steht unter dem Motto „demokrazija-ja-ja...“ und findet bis 29. September statt.

Opposition kritisiert Veranstaltung

Einer der Höhepunkte der „Wienwoche“ ist die Kampagne „Wahlwexel jetzt“. Da in Österreich beinahe eine Million Menschen nicht an Wahlen teilnehmen darf wird ihnen ermöglicht doch mitzuentscheiden. Bei der Aktion im WUK am 25. September werden stimmberechtigte Menschen ihr Kreuzchen gewissermaßen im Auftrag von Personen machen, die nicht wählen dürfen.

Mit 453.000 Euro wird die „Wienwoche“ von der Stadt subventioniert. ÖVP und FPÖ kritisieren nicht nur die Höhe die Kosten, sondern auch die Kampagne „Wahlwexel jetzt“. "Wer seine Stimme einfach jemandem überlässt, der dieses Recht nicht besitzt, begeht damit eindeutigen Rechtsbruch“, so ÖVP-Obmann Manfred Juraczka.

17 Projekte bei „Wienwoche“

„Wir wollen gesellschaftspolitische Fragen ins Zentrum stellen und näher beleuchten. Wir wollen Diskussionen anzetteln und Selbstverständlichkeiten angreifen“, erläuterte Patulova. Dieses Jahr werden mit einem breiten Mix aus künstlerischen, aktivistischen und diskursiven Beiträgen die Möglichkeiten und Grenzen demokratischer Partizipation beleuchtet. Auch aus Sicht jener, denen die Teilnahme an politischen Entscheidungsprozessen verwehrt bleibt, wie Migranten, Bettler oder Asylwerber.

Die 17 Projekte der „Wienwoche“ umfassen insgesamt ein breites Spektrum: U.a. sind ein Filmprojekt über Abschiebung und davon bedrohte Menschen, ein Flohmarktstand mit Gegenbotschaften zur Diskriminierung von Roma, eine Initiative für Obstbäume im öffentlichen Stadtraum und eine Veranstaltungsreihe über die Wiener Refugee-Bewegung angekündigt.

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