MaHü: Hitziger Tourauftakt

Zusätzlich zu den geplanten 35.000 Hausbesuchen der Wiener Grünen hält Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou wegen der Umgestaltung der Mariahilfer Straße seit Donnerstag Sprechstunden in Cafes ab. Beim Auftakt kam es zu hitzigen Momenten.

Gleich zu Beginn der „Infotour“, die unter dem Motto „Reden. Fragen. Rauslassen.“ steht, wurde Kritik laut, dass keine allgemeine Diskussion geplant ist. „Wir wollen hören was alle sagen. Ist es eine Diskussion oder ein Einzelgespräch?“, fragte ein Besucher.

Und um den Tisch, an den sich die Vizebürgermeisterin zum ersten Einzelgespräch setzte, drängten sich die Menschen und so ergab sich doch eher eine Diskussion. „Ich glaube, dass es wesentlich ist, dass wir uns anschauen warum man das gemacht hat. Dorthin versuche ich zu kommen“, sagte Vassilakou. Doch das gelang der grünen Politikerin in der aufgeheizten Atmosphäre nur bedingt, auch wenn sie immer wieder ansetzte, ihre Argumente für die Fußgängerzone zu erklären.

Vassilakou bei Auftakt zur "Infotour"
ORF/Beate Tomassovits
Maria Vassilakou beim Auftakt der „Infotour“

Meinungen oft weit auseinander

Diskutiert wurde aber nicht nur mit der Politikerin, auch zwischen den Teilnehmern gingen die Meinungen oft weit auseinander. Manche Besucher gaben allerdings auf und warteten nicht, bis ihr Tisch an der Reihe war. Wie die Mariahilfer Straße künftig ausschauen wird, das wird die Befragung der Bürgerinnen und Bürger nach dem 7. März zeigen. Bis zum Ende der Info-Tour am 28. Februar folgen noch sechs weitere Termine.

Grafik Mariahilfer Straße, Zieglergasse
b&b; orso.pitro
So soll die neue Mariahilfer Straße aussehen

Kampagnen der Stadt und der Grünen

Die Verkehrsstadträtin gestand im Vorfeld, dass sie in der Rad-Frage „noch unentschlossen“ sei. Denn obwohl sich mehr als 90 Prozent der Biker an die Regeln hielten, sorge der Rest eben für Kritik und Verunsicherung. Bisher galten die Grünen als strikte Verfechter des Radverkehrs in der Mahü-Fuzo. Noch im Herbst hatte der grüne Planungssprecher Christoph Chorherr im Hinblick auf die von der SPÖ favorisierte Verbannung der Radler gemeint: „Mit uns wird es das nicht geben.“

Neben der „Info-Tour“ läuft auch eine Infokampagne der Stadt, die 850.000 Euro kostet und eine Werbeaktion der Grünen, in die 25.000 aus der Parteikasse investiert werden - mehr dazu in Grüne werben für Fußgängerzone und in „Mahü“: Umstrittene Kampagne startet

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