Nun auch ÖVP-Umfrage zur Mariahilfer Straße

Heute in einer Woche startet die Briefbefragung über die Verkehrsberuhigung der Mariahilfer Straße. Dazu gibt es weitere Umfragen, nun hat auch die Wiener ÖVP eine Meinungserhebung in Geschäften angekündigt.

„Ich bin froh, wenn wir das Thema Mariahilfer Straße vom Tisch haben“, meinte der Wiener ÖVP-Obmann Manfred Juraczka am Montag gegenüber „Radio Wien“, weil Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) „mit diesem Pfusch die Stadt monatelang in Atem gehalten hat“.

Gleichzeitig kündigte er eine eigene ÖVP-Initiative an: ÖVP-Mitarbeiter besuchen mit einer „fliegenden Wahlkommission“ Geschäftstreibende in der Mariahilfer Straße und bitten sie, Stimmzettel mit den offiziellen Fragen der Stadt zu beantworten. 3.500 Geschäfte stehen auf der Liste. Die Geschäftsleute dürfen bei der Briefbefragung nicht mitmachen.

Fußgängerzonen-Tafel in der Mariahilfer Straße
APA/Georg Hochmuth

Sechs Befragungen zur Verkehrsberuhigung

„Ob eine Fußgängerzone kommt oder nicht ist keine ideologische Frage, sondern eine Frage des Hausverstands. Deswegen soll man die Anrainer des sechsten und siebenten Bezirks und die Geschäftsleute fragen“, begründete Juraczka. Wahlempfehlung wird es keine geben.

Das Ergebnis der ÖVP-Befragung soll Ende dieser oder Anfang kommender Woche feststehen. „Wir haben immer betont, dass eine Fuzo hier eine charmante Idee sein kann“, aber nicht in Form eines „Schutzwalls“ zwischen den Bezirken. Darüber hinaus seien in der seit Mitte August laufenden Probephase handwerkliche Fehler passiert - vom „Einbahnzirkus" über die Verkehrsmehrbelastung in diversen umliegenden Straßen bis hin zur 13A-Debatte“, meinte Juraczka.

Er kritisierte bei der Gelegenheit einmal mehr die - aus seiner Sicht viel zu hohen - Ausgaben für die Mahü-Befragung bzw. die zugehörige Infokampagne der Stadt. Gefragt nach den Kosten für die ÖVP-eigene Unternehmensbefragung meinte der Parteiobmann: „Unser Hirnschmalz und unsere Arbeitszeit.“ Neben der ÖVP-Befragung und der Briefbefragung gibt es vier weitere Umfragen durch den Wirtschaftsbund, die Wirtschaftskammer, die freiheitliche Liste der gewerblichen Wirtschaft und die Grüne Wirtschaft.

Premiere für „BürgerInnen-Umfrage“

Die nächste Woche startende „BürgerInnen-Umfrage“ stellt eine Premiere dar, eine Abstimmung in dieser Form hat es bisher noch nicht gegeben - mehr dazu in „MaHü“: Premiere für „BürgerInnen-Umfrage“ (wien.ORF.at; 3.2.2014).

Mit der Umgestaltung der Mariahilfer Straße wurden erstmals in Wien Begegnungszonen eingerichtet. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) schloss zuletzt die Wiedereinführung von Zebrastreifen in den Begegnungszonen nicht aus - mehr dazu in Zebrastreifen für Begegnungszone? (wien.ORF.at; 5.2.2014).

Im Vorfeld der „BürgerInnen-Umfrage“ plant Vassilakou 35.000 Hausbesuche, dazu werden Sprechstunden in Cafes abgehalten. Der Auftakt dazu verlief turbulent - mehr dazu in MaHü: Hitziger Tourauftakt (wien.ORF.at; 23.1.2014)

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