„Mahü“: Runder Tisch nach der Befragung

Morgen endet die Befragung zur Mariahilfer Straße, am Mittwoch findet dazu auf Einladung von Verkehrsstadträtin Vassilakou (Grüne) ein Runder Tisch der Parteiobleute statt. Der ÖAMTC plädiert bei der Verkehrsberuhigung für einen Neustart.

„Es ist mir wichtig, dass die Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate keine tiefen Gräben hinterlassen“, meinte Vassilakou zu dem Treffen der Partei- und Klubobleute am Mittwoch. Das Gespräch soll laut Vassilakou unabhängig vom Ausgang der Umfrage stattfinden. In der gemeinsamen Runde möchte die Verkehrsstadträtin erörtern, wie mit den Auswirkungen umgegangen werden soll.

Informationssäule zur Verkehrsberuhigung Mariahilfer Straße
APA/Georg Hochmuth
Die Befragung zur Mariahilfer Straße endet am Freitag

„Wir alle gehen von einem knappen Ergebnis aus, was wir aber nicht möchten, ist, dass eine große Gruppe im Regen stehen gelassen wird“, erklärte Vassilakou. Beide Seiten, also sowohl Gegner als auch Befürworter des Projektes, hätten berechtigte Anliegen. Auch die Interessen der „Verlierer“ sollten einbezogen werden.

Wobei sie bekräftigte, dass sich an ihrer prinzipiellen Zusage über das weitere Vorgehen nichts ändern werde. Bei einer Zustimmung für die Pläne werde die Straße umgebaut, falls das Konzept abgelehnt wird, werde die Straße wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt.

ÖAMTC empfiehlt Nein zur Verkehrsberuhigung

Einen Runden Tisch hatte am Donnerstag auch der ÖAMTC gefordert, „50 Prozent plus eine Stimme hopp oder dropp ist der falsche Zugang“, so Bernhard Wiesinger, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, in einer Aussendung. Jedes Ergebnis unter zwei Drittel pro oder contra einer Fußgängerzone sei ein Auftrag an die Stadtpolitik, Kompromisse zu finden.

Bei einer Mehrheit pro Fußgängerzone fordert der ÖAMTC die Wiederöffnung von Querungen sowie das Halten oder Nacht-Parken in der Begegnungszone. „Es war die Radikalität des bisherigen Ansatzes - zwischen 6. und 7. Bezirk für den Autoverkehr praktisch eine Mauer hochzuziehen - die eine so hochemotionale Diskussion ausgelöst hat“, erklärt Wiesinger.

Der ÖAMTC hat seinen Mitgliedern empfohlen, gegen die Verkehrsberuhigung zu stimmen. „Das derzeitige Konzept ist so vermurkst, dass wir glauben, es ist besser, mit der Diskussion von vorne zu beginnen - diesmal unter Berücksichtigung aller Interessen“, so Wiesinger.

Hohe Wahlbeteiligung zeichnet sich ab

Bei der Befragung zeichnet sich eine hohe Beteiligung ab. Am Mittwoch betrug der Rücklauf schon mehr als 50 Prozent, das Ergebnis soll am Freitagabend vorliegen - mehr dazu in Rege Beteiligung an „Mahü“-Befragung.

Für die Verkehrsberuhigung haben sich unter anderem vier prominente Wissenschafter ausgesprochen. Werner Gruber, Heinz Oberhummer, Rudolf Taschner und Christoph Hofinger philosophierten bei einem Spaziergang über die Mariahilfer Straße und ihre Zukunft - mehr dazu in „Mahü“: Letzte Befragungswoche.

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