Hauseinsturz: Kein Abriss geplant

Das bei einer Explosion vor zweieinhalb Wochen schwerbeschädigte Haus in der Mariahilfer Straße soll saniert werden. Das sagte Hausverwalterin Helga Brun am Donnerstag. Die Sicherungsarbeiten dauern höchstens bis Ende Mai.

Ziel des Eigentümers sei es aus jetziger Sicht, das Gebäude wieder vollständig herzurichten. Eine endgültige Entscheidung werde es aber erst in den kommenden Wochen geben, diese hängt auch von der Statik ab.

Teilweise eingestürztes Haus in der äußeren Mariahilfer Straße
ORF/Bankhofer

Wetterbedingt leichte Verzögerungen

Die Sicherungsmaßnahmen nach dem Vorfall vom 26. April seien noch nicht abgeschlossen, berichtete Brun. Wetterbedingt gebe es leichte Verzögerungen, das beschädigte Haus müsse weiter zusätzlich gegen Wind und Regen geschützt werden. Außerdem werde noch festgestellt, ob weitere Gebäudeteile abgebrochen werden müssen. Die Bewohner dürfen allerdings weiterhin immer wieder Habseligkeiten aus ihren Wohnungen holen.

Am kommenden Montag gebe es eine größere Besprechung zum Stand der Dinge, erläuterte Heimo Ernst Weiss, Chef der Schadenssanierungsfirma Belfor. Mit den Behörden sei ein Abschluss der Sicherungsarbeiten bis Ende Mai vereinbart worden. Diese Frist dürfte laut Weiss in jedem Fall eingehalten werden.

Fotos von der Rettungsaktion

Verkehrsbehinderungen nach Explosion

Bei dem teilweisen Einsturz des Hauses war ein 19-Jähriger getötet worden. Der junge Mann hatte eine Gasleitung in seiner Wohnung manipuliert. Mehrere Personen wurden teils schwer verletzt. Die Straße war nach der Explosion tagelang für den Autoverkehr und die Straßenbahnen gesperrt gewesen - mehr dazu in Hauseinsturz: Polizei spricht von Suizid.

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