Song Contest: Taschen aus Werbeplanen

Der 60. Song Contest in Wien ist Geschichte. Für die Fans wird es aber bald schon Erinnerungsstücke zum Umhängen geben. Aus den Werbeplanen für das musikalische Großereignis werden Taschen gefertigt. Und auch sonst wird viel recycelt.

Umhängetasche von Heidenspass
Heidenspass
Umhängetasche von „Heidenspass“

Die Großveranstaltung wurde erstmals in der Geschichte des Song Contest als Green Event umgesetzt. Dementsprechend wurde auf Nachhaltigkeit geachtet. Die Showbühne wird etwa recycelt - mehr dazu in Song-Contest-Bühne wird eingeschmolzen. Aus den über 2.600 Quadratmetern der an den Eventlocations verwendeten Werbeplanen werden Umhängetaschen genäht.

Gefertigt und vertrieben werden die Taschen von „gabarage“ und „Heidenspass“. Erstere arbeiten mit ehemaligen, suchtkranken Menschen. „Heidenpsass“ arbeitet mit arbeitslosen Jugendlichen und langzeitarbeitslosen Menschen. „Geplant ist auch die Taschen über den ORF-Shop zu verkaufen“, sagt die Nachhaltigkeitsbeauftragte des ORF, Hildegard Aichberger.

Stadthalle und Würstelstand
ORF/Rieger
Aus den Werbeplanen, wie hier an der Stadthalle, werden Taschen gefertigt

Teppiche werden in Italien geschreddert

Auch die in der Stadthalle verwendeten Teppiche landen nicht auf dem Müll. „Sie werden in Italien geschreddert und wiederverarbeitet", sagt Aichberger. Das verwendete Holz kommt zurück in die Holzindustrie und wird etwa zu Spanplatten verarbeitet. Die schwarzen Stoffe, mit denen die Showhalle abgehängt wurde, damit es bei der Übertragung zu keinen Spiegelungen kommt, gehen in die ORF-Ausstattung und kommen bei künftigen Shows wieder zum Einsatz“, sagt Aichberger. Und auch das vielbestaunte Kugelballett wird voraussichtlich von der Bühnenbaufirma wieder verwendet.

Die beim Song Contest durchgängig eingesetzten Mehrwegbecher ersetzten über 500.000 Wegwerfbecher, sagt Aichberger. Und allein das im Delegiertenbereich ausgeschenkte Leitungswasser habe mindestens 30.000 Einweg-Wasserflaschen eingespart. Der für die TV-Show eingesetzte Strom kam übrigens zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen wie Wasserkraft, Wind, Biomasse und Fotovoltaik. Für die Müllsammlung am Veranstaltungsort war die ARA zuständig. „Die Mengen werden wir am Mittwoch oder Donnerstag wissen. Wir werden auch die Klimarelevanz der gesamten Abfallsammlung und Verwertung mit einem externen Experten berechnen“, sagt Erwin Janda von der ARA.

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