Umweltminister will E-Autos auf Busspuren

Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) fordert, dass Busspuren für E-Autos geöffnet werden. Er erhoffe sich einen Aufschwung für die Elektromobilität. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) zeigte sich „gesprächsbereit“.

Eine Öffnung der Busspuren - wie bereits teilweise für Motorräder in Kraft - müsse erst einmal fachlich geprüft werden, hieß es von Vassilakou. Derzeit sei diese allerdings nicht geplant. Denn in der Vergangenheit hätten sich vor allem die Wiener Linien gegenüber einer Öffnung skeptisch gezeigt.

Wiener Linien „zurückhaltend“

Tatsächlich fiel die Reaktion auf den Rupprechter-Vorschlag in der Tagezeitung „Heute“ bei den Wiener Linien „zurückhaltend“ aus. „Ein Bus, in dem bis zu 100 Menschen sein können, ist sicherlich die umweltfreundlichste Art der Fortbewegung. Und es ist wichtig, dass dieser Bus schnell vorankommt“, so ein Sprecher gegenüber der APA.

Unterstützung für den Umweltminister, der auch das mangelnde Engagement der Stadtregierung für E-Mobilität kritisierte, kam dagegen aus den eigenen Reihen.

„Weder wurde ein flächendeckendes Tankstellennetz für E-Fahrzeuge geschaffen, hier zeigte sich Verkehrsstadträtin Vassilakou seltsamerweise restriktiv, noch gibt es adäquate Anreize in puncto Förderung, in Zusammenhang mit den Parkgebühren oder hinsichtlich der Freigabe der Busspuren“, hieß es in einer Aussendung der Umweltsprecherin der Wiener ÖVP, Karin Holdhaus.

FPÖ gegen Öffnung

FPÖ-Verkehrssprecher Toni Mahdalik spricht sich gegen die generelle Öffnung der Wiener Busspuren für E-Autos aus. „Busspuren sollen den öffentlichen Verkehr beschleunigen und daher Bussen, Taxis und Motorrädern vorbehalten bleiben. Einzig eine ernsthafte Diskussion über die teilweise Freigabe der Busspuren für den Wiener Wirtschaftsverkehr halte ich für vertretbar“, so Mahdalik in einer Aussendung.

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