Lobau-Tunnel: Ausschreibung wird vorbereitet

Etwas Bewegung gibt es beim umstrittenen Schnellstraßen-Tunnel durch die Lobau. Die für den Bau zuständige ASFINAG beginnt mit der Vorbereitung der Ausschreibungen. 2018 könnte es erste Arbeiten am Lobautunnel geben.

Jahrelang wurde geprüft - Ende März gab es nun grünes Licht für die Wiener Nordostumfahrung. Konkret gilt der positive Umweltverträglichkeitsbescheid für den S1-Abschnitt Schwechat bis Süßenbrunn - inklusive dem umstrittenen Donau-Lobau-Tunnel - mehr dazu in Grünes Licht für Lobau-Tunnel.

Das wollen die Gegner des Großprojekts so nicht hinnehmen. Sie kündigten an, den UVP-Bescheid anfechten zu wollen - mehr dazu in Nordostumfahrung: Gegner machen mobil. Immerhin verläuft der neun Kilometer lange Tunnel quer unter der Donau und dann vor allem durch den Nationalpark Lobau. Zudem fehlen noch Detailgenehmigungen der Länder Wien und Niederösterreich, die aber wohl eher Formsache sein dürften.

Lobautunnel
ASFINAG

1,4 Milliarden entfallen alleine auf Tunnel

Die ASFINAG startete nun die nächste Phase der Vorbereitung, indem die Ausschreibungen vorbereitet werden. Erste Bauarbeiten am Straßenbereich sollen schon kommendes Jahr starten, erste Tunnelarbeiten voraussichtlich 2018.

Lobautunnel
ASFINAG

Der geplante Streckenabschnitt zwischen Schwechat und Süßenbrunn ist circa 19 Kilometer lang. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Asfinag auf rund 1,8 Mrd. Euro - davon entfallen rund 1,4 Mrd. Euro alleine auf den Lobau-Tunnel.

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