Drei Asylheime in Neubau möglich

Wien wird auch weiter Flüchtlinge aufnehmen. Dafür braucht es Platz. In Neubau könnten drei neue Asylheime entstehen, im ehemaligen Kurier-Gebäude, im alten Finanzamt und auf dem Gelände des Sophienspitals, berichtete „Die Presse“.

Viele Menschen seien mit der Bitte gekommen, etwas für Flüchtlinge zu tun, sagte der Neubauer Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger (Grüne). Er habe freie Gebäude gesucht und sie dem Fonds Soziales Wien, der die Flüchtlingshilfe in Wien organisiert, angeboten. Die Eigentümer seien nicht abgeneigt.

Die Raiffeisen Evolution, Eigentümerin des leerstehenden Kurier-Gebäudes, ist für eine Zwischennutzung aufgeschlossen. Ab Mitte 2016 sollen Wohnungen gebaut werden. Kurze Zeit später sollen im alten Finanzamt in der Seidengasse ebenfalls Wohnungen entstehen. Auch da sei eine Zwischennutzung möglich, sagte ein Sprecher des Eigentümers, der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), gegenüber der Tageszeitung.

Kurier-Gebäude
ORF.at/Dominique Hammer
Das ehemalige Kurier-Gebäude in der Lindengasse

Angebote werden geprüft

Das Sophienspital soll Ende 2016 abgesiedelt werden, einige Bereiche werden schon heuer frei. Dort kann sich der Bezirksvorsteher vorstellen, Flüchtlinge unterzubringen. Beim Krankenanstaltenverbund (KAV) ist man darüber nicht erfreut. Die Räume seien nicht geeignet, außerdem habe man „laufenden Betrieb“.

Beim Fonds Soziales Wien zeigte man sich erfreut über die Angebote und wird sie prüfen. Details, etwa wie viele Flüchtlinge man in den Objekten unterbringen könnte, waren noch nicht bekannt. Man bekomme viele Angebote aus verschiedenen Bezirken, hieß es gegenüber Radio Wien. Alle Angebote werden geprüft. Details werden erst dann kommuniziert, wenn die Quartiere fixiert sind. Alleine auf der Plattform Fluechtlinge.wien wurden 150 Quartiere angeboten, das reicht vom WG-Platz bis zum Haus - mehr dazu in Tausende wollen Flüchtlingen helfen.

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