Flüchtlinge: Rückkehr zu regulärem Fahrplan

Nach dem Strom der Flüchtlinge am Wochenende sind die ÖBB am Montag wieder zum regulären Fahrplan zurückgekehrt. Die Wienerinnen und Wiener brachten am Wochenende mehr als 27 Tonnen Sachspenden zum Westbahnhof.

„Mehr als 1.000 Menschen kamen, um zu spenden und sich solidarisch zu zeigen“, sagte Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas Wien. Die Menschen brachten Nahrungsmittel, Kleidung und Hygieneartikel zum Sachspendenlager. Seit Samstagfrüh waren auch 540 Freiwillige im Einsatz. „Ihnen gebührt ein großes Dankeschön, sie haben diese Hilfe möglich gemacht“, sagte Schwertner.

Am Montagvormittag wurden rund 400 Flüchtlinge, die das Wochenende in Unterkünften außerhalb von Wien verbracht hatten, zum Westbahnhof gebracht. Auch sie reisten im Laufe des Tages weiter Richtung Deutschland. Maierhofer betonte einmal mehr die gute Zusammenarbeit mit den ÖBB, Hilfsorganisationen und Freiwilligen.

Frau mit Kind am Arm neben einer Lok
APA/Roland Schlager

Am Wochenende hatte die Zusammenarbeit mit der ungarischen Bahn nicht funktioniert, das änderte sich am Montag. Auch auf der Strecke Wien-Budapest war die Bahn wieder normal unterwegs."Die Kooperation mit der ungarischen Bahn hat am heutigen Tag sehr gut funktioniert. Wir konnten wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. Das ist eine gute Nachricht für unsere Kunden. Auch die Westbahn hat die ÖBB am Montag auf der Strecke von Wien nach Salzburg unbürokratisch unterstützt," bedankte sich ÖBB-Chef Christian Kern. Gemeinsam sei man übereingekommen, dass auch die Westbahn - je nach Kapazitätsauslastung - Flüchtlinge für die Fahrt nach Salzburg übernimmt bzw. diese von den Einsatzleitern an den Bahnhöfen zu den Zügen der Westbahn geschickt werden können.

„Sanitätsteam“ versorgte 180 Flüchtlinge

Das „Sanitätsteam Wien“ versorgte auf den Wiener Bahnhöfen von Sonntag bis Montagfrüh 180 Flüchtlinge. Fünf Personen wurden ins Krankenhaus gebracht, sagte Andreas Huber, Sprecher der Wiener Berufsrettung zur APA. Das Sanitätsteam stand am Vormittag „nach wie vor im Einsatz“.

Behandelt wurden vor allem Erschöpfungszustände und Blessuren an den Beinen. Viele Flüchtlinge standen auch unter psychischer Belastung. Dem Sanitätsteam gehören neben der Berufsrettung der Arbeiter Samariter-Bund, die Johanniter, Malteser und das Rote Kreuz an.

Am Samstag erreichten tausende Flüchtlinge den Westbahnhof. Sie wurden von Freiwilligen und Hilfsorganisationen versorgt. Am Sonntag entspannte sich die Lage wieder - mehr dazu in Tausende Flüchtlinge am Westbahnhof und in Flüchtlinge: „Keine Sonderzüge mehr nötig“.

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