Häupl und Strache verdoppeln Vorzugsstimmen

Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hat bei der Wien-Wahl die meisten Vorzugsstimmen für sich verbuchen können. Häupl und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache verdoppelten im Vergleich zur letzten Wahl ihre Vorzugsstimmen sogar.

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Hier finden Sie alle Ergebnisse und Vergleichsdaten zur Wien-Wahl 2015 nach Einlangen - mehr dazu in Alle Ergebnisse, alle Daten.

Das ausgerufene Duell zwischen SPÖ und FPÖ hat sich auch in den Vorzugsstimmen niedergeschlagen: Häupl bekam bei dieser Wahl 24.119 Vorzugsstimmen, 2010 waren es 12.030. Strache kam auf 18.111 Vorzugsstimmen, vor fünf Jahren waren es 9.936 gewesen.

Korosec und Kugler vor Juraczka

Platz drei geht - ebenso wie im Ergebnis der Wien-Wahl - an die Grünen und ihre Spitzenkandidatin Maria Vassilakou. Sie überzeugte 6.824 Menschen, direkt für sie zu stimmen (2010: 4929). An vierter Stelle unter den Spitzenkandidaten konnte sich die pinke Frontfrau Beate Meinl-Reisinger mit 3.023 Vorzugsstimmen platzieren. Abgeschlagen der inzwischen zurückgetretene ÖVP-Parteichef Manfred Juraczka: Nur 2.073 Wähler entschieden sich direkt für ihn - innerhalb der ÖVP bekam er bei den Vorzugsstimmen nur auf den dritten Platz.

Das Rennen um Vorzugsstimmen bei der ÖVP besonders hart: Dank einer internen Regelung können Kandidaten schon mit einem Zehntel der gesetzlich festgelegten Stimmen vorrücken. Das schafften sowohl Seniorenvertreterin Ingrid Korosec als auch die umstrittene christliche Kandidatin Gudrun Kugler - mehr dazu in Katholische Heiratsvermittlerin Kugler kommt ins Rathaus (religion.ORF.at).

Traditionell stehen die Spitzenkandidaten an erster Stelle des Stadtwahlvorschlags, der auf Landesebene gilt. Viele Kandidaten kandidieren aber auch auf Wahlkreislisten und Bezirkslisten, wo ihnen noch einmal Vorzugsstimmen gegeben werden können.

Kein „Bezirkowitsch“ in „Rudolfsheim Oida!“

Einer von ihnen war Maximilian Zirkowitsch. Doch er wird (vorerst) keine politische Karriere machen. Der Satirepolitiker, der als „Bezirkowitsch“ für die SPÖ um Vorzugsstimmen im 15. Bezirk gekämpft und etwa die Umbenennung des Bezirks in „Rudolfsheim Oida!“ auf seine Agenda gesetzt hatte, wird den Einzug ins Bezirksparlament nicht schaffen.

Dafür hätte der 31-Jährige, der mit Slogans wie „Fünfhaus, du Opfa, gib Stimme!“ für Erheiterung gesorgt hatte, rund 1.000 Unterstützer gebraucht. Nach Veröffentlichung der Vorzugsstimmen hielt er jedoch bei 362 Vorzugsstimmen, was aber immerhin Platz zwei in der SPÖ Rudolfsheim-Fünfhaus hinter Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal bedeutete.

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